Vom Lichtenhainer Wasserfall zum Großen Winterberg und den Affensteinen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑920m  ↓920m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Tageswanderung wird mit genügend Proviant im Gepäck gestartet. Wir wollen vom Touristenmagnet Lichtenhainer Wasserfall gen Süden, über den Großen Winterberg (556m) an den Ortsrand nach Schmilka und wieder zurück.

Im Zentrum der Aktivitäten erheben sich einige Affensteine, wir nehmen die Heilige Stiege und wandern auf der Affensteinpromenade. In der Wanderung ist fast am Schluss noch eine etwa 2,8km Runde um den Alten Wildenstein geplant, die man je nach Kräfte und Wetter auslassen könnte.

Der Lichtenhainer Wasserfall lässt den Lichtenhainer Dorfbach spektakulär über ein aufziehbares Stauwehr mit musikalischer Ankündigung in die Kirnitzsch stürzen. Es gibt einen kleinen natürlichen Wasserfall daneben, doch der 1830 gebaute Wasserfall förderte den aufkeimenden Tourismus im Elbsandsteingebirge. Der „Wasserfallzieher“ erhielt auch ein Schankrecht. Man kann sich zu Beginn also am Lichtenhainer Wasserfall nochmal stärken.

Die Wanderung im Uhrzeigersinn bringt uns ein Stück entlang des Flößersteigs. Aufwärts folgen wir dem Münzborn, auch an seiner Quelle vorbei. Dort biegen wir in den Hinterer Kuhstallweg, anschließend nach rechts in den Fremdenweg. Linkerhand ist das Schneiderloch mit seinen Felsen Kuhstall mit Felsentor, Aussichten und der Himmelsleiter.

Nach etwa 2,5km (Eichbornquelle) wird es noch steiler. Doppeltürmchen und Winterbergscheibe begrüßen uns und wir genießen Aussichten vom Unterer Fremdenweg. Westlich unseres Wanderwegs erhebt sich der Kleine Winterberg (500m). Zusammen mit dem Großen Winterberg grenzt er die zerklüftete Felsgruppe Affensteine gen Osten ab.

Wir biegen nach links in den Reitsteig, wandern weiter aufwärts auf dem Fremdenweg zum Großen Winterberg (556m) mit Aussichtsturm. Der Panoramablick ins Elbsandsteingebirge ist fantastisch. Seit Ende 2016 ist die Wirtschaft geschlossen. Vor Ort ist eine Infostelle des Nationalparks Sächsische Schweiz im Eishaus. Wir sind bisher etwa 5,6km gewandert.

Auf den nächsten gut 2km geht es wieder abwärts über die Winterbergstraße und den Bergsteig an den Ortsrand von Schmilka mit der Schmilk'schen Mühle am Ilmenbach. Man kann einen Abstecher machen und sich frische Backwaren aus dem Holzofen der Bio-Mühle besorgen.

Mit dem Wurzelweg begleiten wir den Ilmenbach wieder hinauf. Bei der Zwieselhütte trennen sich die Wege. Wir nehmen den Elbleitenweg und biegen von dem in den Heringsgrund ein. Wenn wir gesamt etwa 9,3km gewandert sind, geht es erneut merklich bergauf. Wir sind mittendrin im Kletterfelsen-Eldorado der Affensteine und schrauben uns himmelwärts über die bekannte Heilige Stiege und genießen die Sicht von der Flohspitze aus. 903 Stufen einer stählernen Leiter überwinden einen Höhenunterschied von 190m. Vor 1969 war die Heilige Stiege aus Holz.

Wenn wir über die Obere Affensteinpromenade wandern, wird die spannende Runde zwischen Naturgewalt und Menschengestalt fortgesetzt und wir sind immer die, die staunen, auch an der Sandsteinbrücke Kleines Prebischtor. Wir wandern im Gebiet Kleiner Dom und nehmen die Kleine Domstiege, vorbei an Affenwand und Domkanzel, über Stiegen aus Stein oder Holz, entlang Felswänden und über Wurzelwerk. Wir gehen bergab, kommen auf den Sandlochweg, den Zeughausweg, um die Felsen am Sandloch herum.

Wenn wir den Untere Affensteinweg wandern, sind zahlreiche und bei Kletterern womöglich berüchtigte Felsen rechts von uns. Da ist der Bloßstock als nördlichste Abgrenzung der Affensteine. Er fällt ins Auge mit den zwei Kameraden Kreuzstock und Morsche Zinne – wir müssen an die dreieckige Schokolade denken.

Kurz nach der appetitanregenden Ansicht kommen wir auf den Vorderer Heideweg, biegen dann in den Dietrichsgrund ein, wo sich die Runde in der Runde auftut, nämlich einmal um die Gruppe bei dem Alten Wildenstein. 4 Boofen verteilen sich (erlaubte Übernachtungsplätze unter freiem Himmel, hier auch „kuschelig“ unter einem Felsüberhang) bei 4 Aussichtspunkten, wo man auch bis zum markanten Bloßstock schauen kann.

Lehmhübelweg, Räumichtweg, Seibtweg, nochmal Räumichtweg und wir sind zurück am Punkt, wo wir in die kleine Extrarunde gestartet sind. Der Dietrichsgrund bringt uns an die Kirnitzsch und den Beuthenbach mit dem kleinen Beuthenfall – oh, welch ein verwunschenes Plätzchen! Jetzt noch Folgenweg und Rundweg 1 wandern und: fertig, aber sowas von …

Bildnachweis: Von Prazak [GFDL] via Wikimedia Commons

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