Vom Hirschsprung zur Sturmannshöhle und zum Alpenwildpark


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Länge: 13.87km
Gehzeit: 04:45h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Diese Runde mit geologischem Highlight legt sich zwischen Tiefenbach, Teil der Marktgemeinde Oberstdorf, und Obermaiselstein, einer Gemeinde der fünf Hörnerdörfer, in deren Beritt die einzige begehbare Spaltenhöhle im Allgäu, die Sturmannshöhle, zu sehen ist.

Die Wanderung bringt uns auch zum Alpenwildpark, über den Königsweg und den Gaißwiedenkopf, über den Alpweg Lochbachtal an den Lochbach und zum Start/Ziel beim Hirschsprung.

Wir lassen unser Auto an der OA5 stehen und gehen zum Hirschsprung. Diese Schlucht entstand durch Erosionskräfte der Breitach. Der Geschichte nach soll ein Hirsch auf der Flucht vor einem Luchs dort rüber gesprungen sein. Der muss eine Menge Kraft und noch mehr Panik gehabt haben.

Wir halten uns rechts, gehen durch Wald und über den Rotfischbach zur Sturmannshöhle. Für deren Besuch mit einer Führung kann man rund eine Stunde einplanen und es lohnt sich! Am besten man hat auch noch etwas zum Anziehen parat, denn in der Höhle ist es zwischen 4 und 8 Grad. Die Sturmannshöhle ist rund 120 Mio. Jahre alt und formt sich aus Schrattenkalk. Durch den Spalt, der sich bildete, spülte ein Gletscher die Höhle aus. Aufgrund der schrägen Wände, an denen das Wasser abläuft, entstehen allerdings keine Tropfsteine.

Die Sturmannshöhle hat eine Länge von 460m, wovon aber nicht alles begehbar ist. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist sie seit 1905. Selbstredend ranken sich einige Sagen um die Höhle, von Goldschätzen und Wilden Fräulein beispielsweise. Über rund 180 Stufen geht man im Inneren fast 75m in die Tiefe. Ganz unten rauscht der Höhlenbach und macht entsprechend Lärm – worauf sich der Name Sturmann bezieht. Sie hieß einst Sturmaz und das steht im Mittelhochdeutschen für Lärm und Getöse. 

Nahe der Höhle gibt’s auch Gastronomie und einen Sagenweg. Wir gehen ein Stück die Straße Haubenegg und dann zum Alpenwildpark Obermaiselstein mit Steinböcken, Gemsen und Hirschen, Greifvögeln und einem Naturlehrpfad sowie ein Berggasthof. 

Wir biegen in den Königsweg ein, der seinen Namen von Bayernkönig Max II. hat, der den Weg als Jagdsteig anlegen ließ. Überwiegend Bäume begleiten uns aufwärts. Wir kommen an den Jagd-Hütten vorbei und einer Wiese sowie über den Gaißwiedenkopf (1.544m)

Dann geht es abwärts über den Alpweg Lochbachtal, wo uns überwiegend Weideflächen und Wiesen begleiten. Wenn wir auf einen Querweg stoßen, halten wir uns rechts in Richtung Untere Gundalpe. Alsbald treffen wir auch den Lochbach, wandern weiter nach Lochwiesen und folgen dann der OA5 zum Ausgangsort. Der Lochbach fließt in der anderen Richtung weiter, durch Tiefenbach und bei Weidach in die Breitach.

Bildnachweis: Von 1971markus [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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