Königsweg zum Besler (ab Obermaiselstein)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑873m  ↓873m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wer erlebt ihn nicht gerne? Den Königsweg, der synonym für die beste aller Lösungen gesehen wird? Hier im Allgäu ist der Königsweg echt erhaben und bietet Aussichten satt! Teile der Wanderung sind als Premium zertifiziert und man kann sich auch kletternd betätigen. Wir wollen die geologischen und weitblickenden Momente genießen, mit der besonderen Charakteristik des Schrattenkalks mit dessen Graten und Formen, in der Nagelfluhkette mit Flysch-Gestein.

Start ist das Rathaus in Obermaiselstein, das ist eines der Hörnerdörfer im Oberallgäu. Die ersten knapp 7km werden fast durchweg mit Aufstieg gestaltet, denn über 700m Höhenunterschied möchten bewältigt sein. Wir wandern im Uhrzeigersinn und zunächst mit dem Weg Haubenegg aus dem Ort heraus, durch die offene Landschaft mit Wiesen.

Erstes Ziel ist der kleine Alpenwildpark, den man anschauen könnte. Hier ist man schon auf dem Königsweg und wer genau schaut, sieht vielleicht Muscheln oder Schnecken, denn hier war Urzeitmeer. 

Durch den Wald wandern wir, auch im Zickzack ansteigend, kommen an der Jagdhütte vorbei. Wir streifen den Gaißwiedenkopf (1.544m) und gelangen mit Waldrand zur Lichtung mit der Oberen Gundalpe. Jetzt ist der 1.679m hohe Besler fast zum Greifen nah.

Zum Besler führt alternativ ein seilversicherter Klettersteig hinauf. Wem das nicht zusagt, nehme den zertifizierten Premiumwanderweg zum Gipfel. Der atemberaubenden schönen Aussicht tut das keinen Abbruch. Das liegt nicht nur an der Höhe, sondern auch an der Lage des Beslers, der etwas aus der Kette vorgeschoben ist. Wir blicken in die Allgäuer Alpen, sehen beispielsweise das Riedberger Horn, die Daumengruppe oder die Oberstorfer Berge.

Vom Besler, dessen Namen von einem frühen Älpler aus Basel stammen soll, wandern wir weiter, der Beslergrat (1.668m) und Beslerkopf (1.655m) sind linkerhand, über einen steilen, unebenen Abstieg zur Schönbergalpe, die zu einer Rast einlädt. Um die Alpe herum geht’s gen Osten gemütlich ins Tal der Schönberger Ach, die links von uns fließt. Wir wandern durch die Wiesenflora zur Alpe Herzberg, wo wir die Schönberger Ach queren und anschließend die Riedbergstraße.

Abwechslungsreiche Vegetation begleitet uns. Wir kommen auf den Heubatweg. Auf ihm schlängeln wir nach Obermaiselstein. Wir sehen dort das Schützenhaus nebst Spielplatz und Grillstelle, kommen durch den Ort mit der Kirche St. Ulrich (Zeltbau von 1974) und der Friedhofskirche St. Katharina (15. Jahrhundert).

Bildnachweis: Von Jurii [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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