Vom Flüggenhofsee durchs Örtzetal zum Munosee


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Länge: 13.76km
Gehzeit: 03:12h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Im Heidekreis in Niedersachsen liegt die Stadt Munster und nördlich von deren Kern ist der Ortsteil Breloh. Wir parken „Hinter der Bahn“, nahe dem Flüggenhofsee, zwischen Munster und Breloh. Die Runde wird uns um das Örtchen herumführen, im Herzen der Lüneburger Heide. Munster ist übrigens die größte Garnison des deutschen Heeres und der viertgrößte Bundeswehrstandort.

Ein Ort mit aggressiver Geschichte, will man meinen, der sich jetzt fast sanft in die Heide bettet, kein Wässerchen zu trüben scheint. Der Flüggenhofsee ist so ein idyllisches Wässerchen und ein einstiger Kieselgurteich.

Kieselgur ist eine helle, pulverige Substanz, besteht hauptsächlich aus Schalen fossiler Kieselalgen, wurde erstmals in der Lüneburger Heide 1836 entdeckt. Damals dachte man, Kalk gefunden zu haben, weil es so mehlig war, wollte man Pfannkuchen damit backen, schließlich nutzte es Alfred Nobel für Dynamit. Man fand heraus, dass Kieselgur ein super Medium zum Filtern ist. Vor der Jahrtausendwende wurde der Abbau hierzulande unrentabel und jetzt hat man eben Teiche.

Unser nächster heißt Böttcherteich. Von dort kommen wir gen Munster, über Gleis und Örtze, entlang dem General-Philipp-Weg. In der Natur sind wir auf den Örtzewiesenweg im Tal der Örtze, mal mit mehr, mal mit weniger Abstand zu den Wassern. Achtung: Diese Nordschleife lässt sich nur an Wochenenden wandern, da man über das Gelände des Truppenübungsplatz geht.

Wir wandern durch Wald gen Norden um Breloh herum und gelangen zur aufgestauten Ilster und zum Munosee, der mehr eine Seenkette im Quellegebiet der Örtze ist.

Hier sind wir auch im Gelände des Truppenübungsplatzes Munster-Nord. Der liegt im Waldgebiet der klangvollen Raubkammer von 10.000ha Größe. Der Truppenübungsplatz Munster-Nord entstand 1935 aus der Kampfstoffproduktionsstätte „Gasplatz Breloh“ von 1916. Ein Truppen-Lager entstand und der Name Munsterlager (für Munster) kam auf, auch Kriegsgefangene wurden hier festgehalten. Nach 1945 waren die Briten Nutzer. Seit den 1950ern wird intensiv an der Beseitigung der Altlasten gearbeitet. Die verschiedenen Einheiten mit Panzer, Artillerie und Feldjägern der Bundeswehr üben hier noch immer. Und trotzdem fand man Spuren eines Wolfspaares, dass dort Junge bekommen hat.

Auf dem Wanderweg Munosee gehen wir nach Breloh gen Süden, sehen einen Teil des Dorfes, das wir östlich durch Wald umrunden. Im Uhrzeigersinn umrunden wir dann denn Flüggenhofsee, wo wir am Nordufer am Badestrand vorbeikommen und sich nach dem Hundestrand die Runde schließt.

Bildnachweis: Von Hajotthu [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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