Viktorshöhe, Bremer Teich und Ramsberg Wanderrunde in Friedrichsbrunn (Harz)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑193m  ↓193m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Höhepunkt dieser Wanderung im Wortsinn ist die Viktorshöhe (582m) mit den Felsgruppen Große und Kleine Teufelsmühle aus dem Granit des Rambergs, dessen Gebirgsmassiv uns auch begegnet und das noch ein bisschen höher ist. Die Wald- und Felsrunde legt sich in die östliche Natur von Friedrichsbrunn, dass ein Luftkur- und Wintersportort der Stadt Thale ist.

Die L239 führt gen Nordosten aus Friedrichsbrunn heraus in Richtung Bad Suderode. Unser Auto stellen wir auf dem links davon befindlichen Rastplatz ab. Die ersten 6km werden wir in Höhenlagen von 430 bis 500m verbringen. Im Uhrzeigersinn geht es durch die Naturlandschaft des Harzer Waldes. Dabei treffen wir auf die zwei Ärmchen des Quarmbachs. Wenn wir auf den Rambergsweg stoßen, biegen wir links in den ein und wechseln an einer Kreuzung auf die Lange Allee. Die stößt dann auf die ausgebaute Rambergstraße, wir biegen rechts ein.

Die Rambergstraße bringt uns zu einem Zeltplatz am Bremer Teich, den wir uns genauer vom Bremerteichedamm aus ansehen können. Der Bremer Teich, nach seinem Ingenieur benannt, hieß früher Hirschteich und er wurde 1796 als Stauteich angelegt. Er dient dem Hochwasserschutz und der Naherholung – das mögen die Fische darin bisweilen anders sehen. Der Teich wird zum Angeln und Baden genutzt. Rund hundert Jahre vor dem Teich soll südwestlich davon der anhaltische Fürst Viktor Amadeus den letzten Bär erlegt haben, dem hat man dann ein Denkmal gesetzt, an dem wir nach rund 5,8km gesamt vorbei kommen. Wir biegen kurz nochmal auf die Rambergstraße ein und dann rechts auf den Weg Singletrail – Gelber Punkt Weg.

Auf der Viktorshöhe lohnt sich ein Erkundungsrundgang, denn hier gibt es neben den Felsen auch menschliche Gesteinsreste: lost places. Das erste Jagdhaus wurde 1750 für den Fürsten Viktor Friedrich gebaut, neben einem Brunnenhäuschen. Es gab auch mal einen Aussichtsturm - mittlerweile eingestürzt! Das gilt auch für das Ferienheim und die Wirtschaftsbauten drumrum. Was hier vor sich hin rottet, war das Betriebsferienheim des Volkseigenen Betriebs Draht- und Seilwerke Rothenburg. Wir gucken nur und nehmen nichts mit, außer einem Eindruck.

Die Kleine und Große Teufelsmühle besteht aus Gesteinsbrocken vulkanischen Ursprungs und man erkennt die Wollsackverwitterung. Weil die Brocken so hin geschichtet sind, wie sie sind, kam der Volksglauben dahin zu sagen, es handele sich um Reste einer Mühle des Teufels. An der Großen Teufelsmühle kann man sich einen Stempel für die Harzer Wandernadel holen.

Wir sind auf dem Wanderweg zur Viktorshöhe und gehen zum Ramberg nochmal aufwärts. Es geht dann hinunter an den Ortsrand von Friedrichsbrunn wo wir am Hotel Harzresidenz vorbeikommen. Zum Parkplatz sind es nur noch rund 1,5km durch den Wald.

Bildnachweis: Von BRFBlake [Attribution], via Wikimedia Commons

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