Victor-von-Scheffel-Rundweg im Gottesgarten am Obermain


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑189m  ↓189m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Victor von Scheffel, Dichter des Frankenlieds, beschrieb im Text dieser inoffiziellen Frankenhymne den Gottesgarten am Obermain bei Bad Staffelstein. Und genau hierhin führt und der Viktor-von-Scheffel-Rundweg.

Bringen wir uns erst noch einmal die wichtigen Zeilen des Frankenlieds in Erinnerung. Da heißt es in Strophe 1: „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt, muss rosten. Den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Himmel kosten. (…) Ich will zur schönen Sommerszeit ins Land der Franken fahren“.

Später erfahren wir folgende Zeilen: „Wallfahrer ziehen durch das Tal mit fliegenden Standarten. Hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten. (…) Zum heil’gen Veit von Staffelstein komm ich empor gestiegen, und seh’ die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen. Von Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite stromdurchglänzte Au. Ich wollt’, mir wüchsen Flügel“.

Derart eingestimmt machen wir uns auf die Socken. Von der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen führt uns der Victor-von-Scheffel-Rundweg zum Aussichtspunkt Victor-von-Scheffel-Blick. Wenn man mit dem Auto anreist, das geparkt werden will, startet man am besten gleich nahe der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Von Grundfeld aus über die Vierzehnheiligener Straße und LIF 10 kommt man auf den Parkplatz nordwestlich der Basilika, so dass man sich dieses Highlight bis zum Schluss der Runde aufheben kann.

Wir folgen im Uhrzeigersinn dem Pilgerweg in nordwestliche Richtung und wandern durch überwiegend offene Landschaft. Bei der Kreuzung biegen wir rechts ab und gehen durch den Wald zur Hohen Eller und im Anschluss zum Victor-von-Scheffel-Blick auf 470m. Der Panoramablick ist mit Schautafeln ausgerüstet, so dass man gut sehen kann, worauf der Blick im Gottesgarten fällt und was vielleicht den Dichter dazu bewogen hat zu schreiben: „Ich wollt‘ mir wüchsen Flügel“. Von oben haben wir nun gesehen, was unser nächstes Ziel ist, wo man auch einkehren kann, zur Stille, je nach Besucherströmen, und zur Brotzeit mit Brauereitrunk.

Wir halten uns rechts und beschließen die kleine Runde bei der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen, deren Grundstein 1743 gelegt wurde und die zu Bad Staffelstein zählt. Rund eine halbe Million Besucher hat dieses Prachtstück der Baukunst von Balthasar Neumann (1687-1753) jährlich zu verzeichnen. Imposant erhebt sich die barocke Doppelturmfassade – wundervoll ausgeschmückt ist das Rokoko-Innere. Das Auge ist erfüllt von Malereien, Stuckaturen und Figurenschmuck. Benachbart zur Basilika ist das Franziskanerkloster. Die Franziskaner haben seit 1839 die Wallfahrtsbetreuung inne.

Bildnachweis: Von Sinje Beck

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