Vessertal-Rundwanderweg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑1019m  ↓1019m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die MDR-Zuschauer wählten 2007 das Vessertal zum schönsten Tal in Mitteldeutschland. Unser Rundweg im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald lockt mit Ausblicken, blumigen Bergwiesen, frischen Bergbächen und naturnahen Bergmischwäldern.

Die Tagestour legt sich zwischen Breitenbach im Süden, Suhl im Nordwesten und Schmiedefeld am Rennsteig im Nordosten. Adlersberg mit Aussichtsturm und Vesser mit Bergwerk Schwarze Crux sind weitere Highlights. Wollte man die Tagesrunde nach Höhe ordnen: wir wandern etwa die ersten knapp 8km bergan, verbringen 5km in Lagen zwischen 824-872m, ab Kilometer 13 etwa geht es vornehmlich talwärts, mit der Vesser.

Start ist in Breitenbach an der Straße zum Vessertal, wo die Ziegenrücker Straße einmündet, in die wir einbiegen. Wir folgen der Breitenbach entlang Waldrand und Wiesen in der Aue des Breitenbachs, der südlich in Schleusingen in die Erle mündet.

Dann folgen wir dem Roßbach, wie der Breitenbach hier heißt und wo der Bach aus dem Dommigsgrund zufließt. Den Erdeberg umrunden wir an seiner Westflanke. Wiesen und Wäldchen begleiten uns stetig bergan, auch an der Westflanke des 682m hohen Ziegenrücks. Dort wo sich eine Lichtung wieder mehr Raum nimmt, ist die Ziegenrücker Straße, zwischen den Höhen der Herrenhügel östlich und der Langen Leite östlich.

Wir biegen nach links in den Rennsteig-Dolmar-Weg und treffen auf das Stutenhaus. Rund 6,2km haben wir und sind noch etwas unter 750m. Wer sich jetzt schon lieber aufs Ohr hauen will, kann das im Berghotel Stutenhaus tun, das auch ein Restaurant, unter anderem mit Thüringer Küche anbietet. Die Ersterwähnung des Stutenhausstalls fällt ins Jahr 1664, nebst Fohlenwiesen und Stallungen.

Nach einer Stärkung wandern wir den Rennsteig-Dolmar-Weg weiter und kommen über den Adlersberg (850m) nebst Adlersbergbaude. Auf dem Adlersberg ist der gemauerte Adlersbergturm aus örtlichem Porphyrgestein, 22m hoch, 1892 fertiggestellt, mit Sicht bis in die Rhön.

Über die Schüsslers Höhe (859m) kommen wir zum Potsdamer Platz, einem Wanderwege-Knotenpunkt. Wir halten uns rechts und kommen zum Blick auf Vesser. Weiter wandern wir zur Wegscheide, einem Parkplatz an der Suhler Straße (L1140), die wir queren. Nächste Abwechslung ins Landschaftsbild ist am Skilift Goldlauter am Salzberg (866m), der auch Rundblicke zulässt.

Wenn wir am Platz Kalte Herberge an der Suhler Straße vorbei sind, biegen wir auf den Rundwanderweg Vessertal mit der Vesser-Quelle bei Schmiedefeld am Rennsteig. Hier startet die 10,7km lange Vesser, die in Breitenbach in die Breitenbach einmündet.

Wir lassen ihren Lauf ab jetzt fast nicht mehr aus den Augen und genießen die vielfältige Vegetation durch Aue, Wiesen und entlang Waldrand. Wir treffen die Zehn-Teiche-Hütte. Die „Zehn-Teiche“ wurden früher durch die Köhler zum Löschen genutzt.

Wir weichen der Vesser kurz von der Seite und wandern zum Besucherbergwerk Schwarze Crux, einem einstigen Magnetitbergwerk, hinauf. Die Eisenarbeit gab es in der Gegend vermutlich schon ab 900. 36m tief geht es hier in die Erde und oberirdisch lädt ein Waldgasthaus ein. 

Dann wandern wir nach Vesser (Suhl). In Vesser gibt es eine kleine Herbert-Roth-Ausstellung, dem Interpret der heimlichen Hymne des Thüringer Walds, dem Rennsteiglied. Die schmucke Dorfkirche in Vesser (1711) ist aus Stein und Fachwerk, geziert mit einem Glockendachreiter, nebst Uhr. Auch treffen wir wieder auf die Vesser, genießen mit ihrem Lauf wandernd Aussichten, sehen auf der gegenüberliegenden Bachseite eine Schneidmühle, sind östlich dem Großen Herrenhügel (699m), kommen an der Glasbachhütte vorüber, wo sich der Glasbach zugesellt und lassen es locker auslaufen, über die restlichen rund 5km bis zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von KatrinS83 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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