Urwaldpfade im Vessertal (Schmiedefeld am Rennsteig)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑713m  ↓713m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Von Schmiedefeld am Rennsteig (Suhl) wandern wir entlang idyllischer Bachläufe ins mehrfach gelobte und ausgezeichnete Wandergebiet im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald. Nicht nur recht urtümlichen Wald im WWF-Projekt Thüringer Urwaldpfade erleben wir, auch Blumenwiesen und Weitblicke, auf dem Weg nach Breitenbach.

Schmiedefeld ist von Höhen umgeben und besitzt einen Doppel-Schlepplift. Die ersten 3,2km sind Einstieg in die Runde, die sich südlich von Schmiedefeld ins Vessertal ausdehnt. Es geht ab dem Sportplatz von Schmiedefeld talwärts. Zu Beginn sehen wir eine Holzstele mit Infoschildern zum Urwaldpfad.

Wir wandern durch den Wald mit Vesserblick zur einstigen Skisprunganlage Vessertalschanze (Walter-Ulbricht-Schanze) an der Vesser, die insgesamt 10,5km misst und ihr Wasser via Breitenbach in die Erle schickt. Die Vessertalschanze wurde 1950/1951 als eine der größten Naturschanzen der DDR errichtet. 

Wir halten uns links und wandern mit der munteren Vesser und ihrem Lauf, der links von uns ist und erleben mit blumigen Wiesen den Wald, in dem die Bäume altern und einfach umfallen dürfen. Das entstehende Totholz liefert etlichen Arten wichtige Lebensräume. Wir sind unterwegs nach Breitenbach und kommen dabei an der Glasbachhütte und einer einstigen Schneidemühle vorbei. Auch Rastplätze sind vorhanden. Nach fast 9km der Wanderung sind wir am Sensenhammer am Ortseingang von Breitenbach.

Kurz drauf biegen wir im spitzen Winkel rechts in die Ziegenrückstraße. Bei einem Wanderparkplatz sind weitere Urwaldpfad-Infos und das Waldbad Breitenbach ist in der Nähe. Mit dem Breitenbach und kurz drauf dem Roßbach wandern wir in nordwestliche Richtung und es geht stetig aufwärts. Dabei begegnet uns ein Generationen-Vital-Weg mit Trimmstationen und der kleine Pfad der Sinne.

Rechterhand erhebt sich der Erdeberg (529m). Bei der Schutzhütte Hirtenbrunnen nebst Infos und Aktivstation queren wir den Roßbach. Entlang der Hänge des Erdebergs gelangen wir zu einer Kreuzung und folgen dem Wegweiser über die Lange Leite zum Stutenhaus.

Bald queren wir den Bach aus dem Dommigsgrund, kommen mit Waldrand und Stelzwiesengrund nebst Reiterhof zur Lichtung via der Ziegenrücker Straße mit dem Stutenhaus, das 1664 gegründet wurde, mit Fohlenwiesen und Stallungen für die jungen Pferde und die Stuten. Wir haben kurz darauf nach ca. 15km bei 750m den höchsten Punkt der Wanderung erreicht und rasten mit Weitblick.

Durch einen Waldabschnitt wandern wir in den Ort Vesser (Suhl), mit Waldgasthof, Dorfkirche aus Stein und Fachwerk (1711) an der Vesser, und einem kleinen Herbert-Roth-Museum. Herbert Roth aus Suhl (1926-1983) war Komponist und Volksmusikant. Er komponierte die Musik zum „Rennsteiglied“. Mit der Vesser zur Rechten gelangen wir zum Ende der Runde und biegen nach links, um die restlichen Kilometer nach Schmiedefeld zurückzuwandern.

Bildnachweis: Von Alexander Axmann [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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