Unterwegs am Götterswickerhammer Rheinbogen (Voerde)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 1 Min.
Höchster Punkt: 26 m
Tiefster Punkt: 15 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

„Warum ist es am Rhein so schön?“, fragte sich Liedtexter Adolf von Bergsattel in den 1920er Jahren und die Antwort nimmt 17 Strophen ein. Ob er dabei in Götterswickerhamm war, lässt sich auf die Schnelle nicht herausfinden.

Götterswickerhamm, am rechten Ufer des Niederrheins bei Stromkilometer 800, nennt sich gerne die Perle am Niederrhein. Der Ortsteil gehört zu Voerde im Kreis Wesel und schmiegt sich an ein Stück des Stroms, der hier kurz von Ost nach West fließt. Götterswickerhamm liegt am 594ha großen Naturschutzgebiet Momm-Niederung,

Start ist am Parkplatz Rheinpromenade und wir durchstreifen zunächst den rund 550-Seelen-Ort Götterswickerhamm. Wir kommen am Haus Götterswick vorbei, einem Pfarrhaus und einer einstigen Wasserburg (12. Jahrhundert). Links unserer Wegeführung ist ein Friedhof und anbei die evangelische Kirche. Die spätgotische Hallenkirche entstand im 11./12. Jahrhundert.

Kurz drauf biegen wir in den Löhnener Kirchweg ein und gehen durch kultivierte Landschaft nach Löhnen. Links und rechts des Wegs liegen Wiesen oder Felder und viele Löhnener Streuobstwiesen.

Von dort gehen wir wieder in Richtung Rhein und kommen an einem großen und einem kleineren Baggersee vorbei nach Mehrum, durch das wir eine kleine Runde drehen. In Mehrum gab es im 15. Jahrhundert das Haus Mehrum, ein adeliges und bedingt wehrhaftes Gebäude, von dem allerdings nur noch Mauerreste erhalten sind. Mehrum und Götterswickerhamm zählen übrigens zu den ältesten Stadtteilen von Voerde. Ein weiterer Baggersee liegt in dem Bogen, den der Rhein hier beschreibt. Wir wenden uns wieder in Richtung Götterswickerhamm.

Der Spazierweg führt uns entlang der Schulstraße und Dammstraße zur Rheinpromenade. Beeindruckend sind die zwei Masten, die über den Rhein ihren Strom spannen. Sie gehören zur Rhein-Freileitungskreuzung Voerde. Die Türme wurden 1926 errichtet und dazwischen liegt eine Spannlänge von 526m. Die Türme messen 96m und waren zuvor 138m hoch. Das kann der Herr von Bergsattel allerding nicht gemeint haben und wer Karnevalsliedfest ist, weiß Bescheid.

Bildnachweis: Von Leupold [CC0] via Wikimedia Commons

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