Unterjesinger Wengertwegle (Wanderung am Früchtetrauf)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑215m  ↓215m
Früchtetrauf-Spaziergang bei Unterjesingen

Klein und fein, wie es den Premium-Spazierwegen eigen ist, führt uns diese Kurzwanderung durch einen Wengert, einen Weinberg, am nördlichen Ortsrand von Unterjesingen an der Ammer. Wir wandern durch steile Weinlagen unterhalb des Schönbuchtraufs, streifen sanfte Hügel mit Streuobstwiesen und auch schattige Waldabschnitte sind dabei, selbstverständlich auch einige Panoramaaussichten über die Landschaft der Schwäbischen Alb.

Das Gebiet um das Unterjesinger Wengertwegle ist zudem als Landschaftsschutzgebiet und Natura2000-Gebiet eingestuft und damit auch Vogelschutzgebiet. Start ist am Friedhof Unterjesingen. Unterjesingen ist ein Stadtteil der Universitätsstadt Tübingen, dessen Stadtkern östlich von uns liegt. Die ersten 1,7km geht’s aufi, von ca. 365m bis 487m.

Wein und Obst prägen die Landstriche links und rechts von uns. Wir steifen ein Stück durch den Wald und wandern dann wieder entlang der Weinbauflächen, dem Wengert. Es geht gen Osten und in Richtung des Himbachs. Dort auf einer Feldfläche macht der Spazierweg seine Kehre und wir wandern dann gen Westen, erst mit Wald, durch offene Landschaft und schließlich durch den Wein.

Der Blick kann auf der Runde über das Ammertal gleiten, den Wurmlinger Kapellenberg bis zur Schwäbischen Alb, mit Rossberg, über den Hohenzollern und zum Plettenberg hin. Im Tal fließt die Ammer, die durch Tübingen ihr blaues Band zieht, um östlich in den Neckar zu münden.

In Unterjesingen steht die Barbara-Kirche (1484). In der Straße Kirchhalde wird hin und wieder das Isinger Dorfmuseum geöffnet, das sich in Bauten der einstigen Rosecker Kelter und einem historischen Bauernhaus befindet. Schwerpunkt bildet der Wein und das Arbeiten und Leben um 1900. 

Ein Stück weit nördlich, von Weinbergen umgeben, ist das Schloss Roseck im Schönbuch, das auf eine Burg zurückgeht. Wie bei solchen alten Bauten üblich, sind sie reich an Geschichten, davon einige unglücklich. Es steht leer.

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