Früchtetrauf Hirschauer Spitzbergwegle (Tübingen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑324m  ↓324m
Früchtetrauf Hirschauer Spitzbergwegle

Heute erkunden wir das Naturschutzgebiet Hirschauer Berg. Das liegt am Südhang des Spitzbergs (475m) und der ist südwestlich von Tübingen. Der Hirschauer Berg war bereits in früherer Zeit ein Weinbaugebiet.

Auf unserer Runde, die als Früchtetrauf-Wanderweg mit einem roten Apfel markiert ist, werden wir mit Aufmerksamkeit die Mauern betrachten, wo hin und wieder Zeichnungen eingeprägt wurden. Wunderschön ist auch der Blick zur Wurmlinger Kapelle, einem Wahrzeichen von Tübingen. Man könnte einen Abstecher einplanen. Es wird aussichtsreich, munter auf und ab gehen!

Südöstlich von Hirschau, einem Stadtteil der Universitätsstadt Tübingen, fließt der Neckar. Wir beginnen unsere Wanderung östlich des Ortskerns von Hirschau auf dem Parkplatz beim Friedhof. Es geht zunächst hinauf zum Grill- und Spielplatz Holzacker sowie im Anschluss zum Aussichtspunkt Ammersteige.

Wald und Waldrand kennzeichnen den weiteren Gang hinauf zum Spitzberg. Der ist ein langgezogener bewaldeter Bergrücken, erstreckt sich von West nach Ost und ist bis zu 475m hoch. Am Südhang breitet sich das genannte Naturschutzgebiet Hirschauer Berg aus. Wir sehen Weinbergmauern und Terrassen. Geschützt sind unter anderem der Halbtrockenrasen, die Büsche, die Bewuchs mit lichtem Kiefernwald, fast steppenähnlich und damit auch alle Pflanzen und Tiere, die sich auf dem sonnigen Hang wohl fühlen.

Nach etwas über der Hälfte der Strecke eröffnet sich der Blick auf die wunderhübsch gelegene Wurmlinger Kapelle, ein beliebtes Ausflugs- und Wallfahrtsziel. Sie ziert den Kapellenberg (474m). Ihr Ursprung liegt in einer Grabkapelle von Graf Anselm von Calw, der um 1050 den romanischen Vorgängerbau stiftete. Die Krypta stammt aus der Zeit um 1150. Es folgte ein gotischer Nachfolgebau, der abbrannte. Die noch heute erhaltene barocke Kapelle wurde 1685 St. Remigius geweiht.

Am Rastplatz Sattel macht unsere Runde kehrt und es geht auf halber Höhe zurück, durch die Hirschauer Streuobstwiesen, Weinberge mit den Trockenmauern und am Aussichtspunkt Unterm Hirsch vorbei zum Friedhof Hirschau.

Bildnachweis: Von Der Messer [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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