Unterbacher See

Nördlich und südlich der A 46 erststreckt sich zwischen Düsseldorf, Erkrath und Hilden das Naherholungsgebiet Unterbacher See. Wander- und Radwege, zahlreiche Sport- und Freizeitangebote laden zum Aktivsein und zur Entspannung ein. Baden, Segeln, Surfen, Campen, Spielen, Klettern im Hochseilgarten, Grillen und Genießen. Das kann man besonders gut auf der schwimmenden Seeterrasse am Strandbad Süd.

Das wasserreiche Naherholungsgebiet besteht aus mehreren Gewässern. Nördlich der Autobahn liegt der 84ha große Unterbacher See, der 1926-73 durch Auskiesung entstand und heute als typischer Baggersee vom Grundwasser gespeist wird. Im Unterbacher See gibt es Inseln mit Vogelrückzugsmöglichkeiten. Am Nord- und Südufer locken Badestrände, auch ein Abschnitt für die Freikörperkultur. Am Nordufer sind ein kleiner Segelboothafen mit Bootsverleih und eine Aussichtsterrasse zu finden. Das Naturschutzgebiet Unterbacher See und Eller Forst liegt angrenzend.

Der Eller Forst besteht aus einer lockeren Bewaldung und hat einige Wanderwege. Der Eller Forst wurde bereits in den 1930er Jahren als Schutzgebiet ausgewiesen. Der Eller Forst wird durch ein System von Feuchtwiesen und Waldtümpeln geprägt. In den Außenbereichen des Waldes findet sich ein aus Eichen, Eschen und Hainbuchen gebildeter Bruchwald, der zu seinem fast dauerhaft überfluteten Zentrum hin in einen Erlenbruchwald übergeht.

Der Elbsee südlich der Autobahn ist über eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer zu erreichen. Auch der Elbsee, der an das Stadtgebiet von Hilden grenzt, entstand durch Auskiesung. Das Kieswerk beendete seine Arbeit dort im Jahr 2006. Die Seefläche beträgt rund 89ha bei einer maximalen Tiefe von 22m. Um den Artenreichtum der Flora und Fauna zu schützen, sind weitreichende Ufer des Elbsees nicht zugänglich. Man kann aber von einigen Stellen und den Wanderwegen aus einen Seeblick einfangen.

Das Naturschutzgebiet Dreiecksweiher westlich des Elbsees und Teile des kleinen Dreiecksweihers selbst sind geschützt. Am Südufer kann ein 7,5m hoher Aussichtsturm zur Naturbeobachtung genutzt werden. Vielleicht flattert einem dabei einer der über siebzig Vogelarten vor die Linse. Am Ostufer des Sees zum Beritt Hilden, liegt das Wassersportzentrum, das von Vereinen des Tauch-, Kanu-, Surf- und Segelsports und der DLRG genutzt wird.

Der vierte See im Bunde ist der Menzelsee, der sich südlich vom Elbsee befindet. Auch der Menzelsee ist ein Baggersee. Er kommt auf eine maximale Tiefe von 28m und ist viel kleiner als seine nördlichen Nachbarn. Südlich vom Menzelsee, an dem ein Angelverein angesiedelt ist, fließt der Hoxbach.

Als Wohnanlage im Wald galt lange Zeit der Düsseldorfer Stadtteil Hassels, der sich südwestlich an die Seenlandschaft anschließt. In Hassels steht die katholische St. Antonius Kirche. Sie ist eine der wenigen Kirchen, die zur NS-Zeit fertiggestellt wurden, nämlich 1944. Bemerkenswert in dem Zusammenhang ist, dass ein Fenster mit dem Davidstern geschmückt wurde. Bereits 1927 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Der Sakralbau aus Backsteinen folgt einer geometrischen Formensprache und ist im Zeitgeist der 1920er Jahre. Die Kirche hat statt eines Turms einen Glockendachreiter.

Durch die stadtnahe Naturlandschaft rund um Unterbacher See und Eller Forst führt der Neanderlandsteig. Kommt man aus südlicher Richtung, führt der Weg durch den Benrather Forst und verläuft zwischen dem Menzelsee und dem Elbsee und weiter entlang des Unterbacher Sees. Im weiteren Verlauf streift der Weg das Naturschutzgebiet Eller Forst im Stadtwald Düsseldorf und die Bebauung von Unterbach. Dann geht es über die Stadtgrenze hinaus nach Erkrath.