Diese Runde ist als Premiumwanderweg im Mittelgebirge zertifiziert. An der sind zu entdecken: Hainsimsen-Buchenwald, Streuobstwiesen, der Bachlauf des Netzbachs sowie Langenstein. Das liegt zwischen Kirchhain und Stadtallendorf und ist ein Stadtteil von Kirchhain im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Langenstein trägt seinen Namen wegen des langen Steins – einem jungsteinzeitlichen 2,30m dicken Menhir, der durch einen Blitzeinschlag von 6,30m auf 4,75m verkürzt wurde. Er zählt zu den größte Menhiren Deutschlands.
Genau da steigen wir in den Premiumwanderweg ein. Der Menhir befindet sich an der Kirchhofmauer der evangelischen Dorfkirche St. Jakob. Die Kirche ist im Inneren sehr interessant durch das zweilagige Netzgewölbe. Ihr Schiff stammt im Kern aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die weiteren Teile wurden im 15. Jahrhundert und der Dachreiter im 18. errichtet. Von der Kirche wandern wir mit dem Uhrzeigersinn abwärts durch die Feldflur und kommen nördlich von Kirchhain durch die Kulturlandschaft. Dabei ergeben sich Blicke ins Amöneburger Becken bis hin zur Amöneburg.
Entlang des Premiumwanderwegs finden sich Tafeln die über die Örtlichkeiten informieren. Wir wandern in einem ausgedehnten Bogen durch Wald, wiesen und Feldflur, kommen nochmal über die K14 und entlang von Waldrand und Flur über den Netzbach sowie um einen weiteren Wald und über die K15. Dann wird eine Stromtrasse passiert und wir nähern uns Langenstein, wo wir wieder beim Menhir und der Kirche ankommen. Hier kommt auch die 8. Etappe des gesamt rund 176km langen Thüringer Elisabethenpfads vorbei, zwischen Stadtallendorf und Amöneburg.
Zum Vertiefen, wer mag: Um 1325 wurde in Langenstein Heinrich von Langenstein geboren, der 1397 in Wien verstarb. Er war ein mittelalterlicher Gelehrter, Theologe, Astronom und Kirchenpolitiker, studierte und lehrte an der Sorbonne in Paris und später an der Universität in Wien, dessen Rektor er 1393/94 war.
Bildnachweis: Von Hydro [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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