Über Büchelstein und Wallfahrtskapelle Rastbuche zum Brotjackriegel


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑573m  ↓573m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der Ferienregion Sonnenwald im Bayerischen Wald erhebt sich als Wahrzeichen der Region der 1.011m hohe Brotjackriegel mit Aussichtsturm. Von der Donau aus gesehen ist er der erste höhere Berg im Bayerischen Wald und von oben genießt sich eine herrliche Panoramasicht.

Start/Ziel unserer Runde ist südlich von Langfurth, einem Ort der Gemeinde Schöfweg. Um die Örtlichkeit der Ferienregion Sonnenwald komplett zu machen: Es zählen hinzu, einmal im Uhrzeigersinn: auf Mittag die Gemeinde Schöfweg, es folgt Innernzell nachmittags, Zenting zu Abend und Grattersdorf sowie Markt Schöllnach zur Dämmerung. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn und werden auch den Büchelstein (832m) der Gemeinde Grattersdorf kennenlernen, das Örtchen Kerschbaum, Liebmannsberg und Ölberg, wo der Aufstieg beginnt.

Langfurth-Brotjackriegelweg und Freiwillige Feuerwehr – da starten wir. Durch den Wald wandernd, gelangen wir um Steinberg und Sonnenwald herum mit auf, ab und auf. Nach rund 4,5km sehen wir den kleinen Ortsteil Oberaign (Grattersdorf). Dann geht’s hinauf zum Büchelstein. Der 832m hohe Büchelstein ist als Geotop gelistet. Man finden Perlgneis und imposante Klippen, von denen aus man eine schöne Sicht hat, das finden auch Drachenflieger, die von hier aus starten.

Am Kleinen Büchelstein vorbei gelangen wir abwärts zu ruhigen Ansiedlungen namens Büchelstein, von Lichtungen umgeben, wir sind auf rund 590m angelangt. Abwechslungsreich, mit einer Wallfahrtskapelle aus dem 18. Jahrhundert an der Rastbuche, mit Wald und Wiesen, empfängt uns nach rund 8,7km Kerschbaum, wo wir die DEG9 kreuzen sowie einen Lift.

Nächster größerer Ort ist Liebmannsberg, den wir durchqueren. Feldflur, Waldrand, In der Öd nebst Lichtungen sind weitere Abwechslungen. Dann sind wir in Ölberg, kreuzen die St2134 und rüsten uns für den Aufstieg. Es locken Sendeturm und Aussichtsturm. Oben informiert der Du-Stein, dass man sich ab 1.000m duzt. Ein Eintritt und 127 Stufen befähigen uns zur Panoramaaussicht vom Aussichtsturm Brotjacklriegel: Nördlich sehen wir den bayerisch-böhmischen Grenzkamm, das Passauer Land östlich und die Donauebene erstreckt sich südlich. Westlich rücken die bayerischen und österreichischen Alpen ins Sichtfenster. Fantastisch!

Schön ist auch die Geschichte um den merkfähigen Namen des Berges: Brotjackriegel. Während des Dreißigjährigen Krieges soll sich ein Bäcker dort versteckt haben, der Brot-Jackl. Viel näher an der Realität ist die Vermutung, dass ein Verständigungsproblem zugrunde lag, zwischen den Bayern und den französischen Landvermessern. Der Bayer sagte broada Jager-Riegel, was dem Hiesigen eindeutig als breiter Jägerriegel verständlich ist, der Vermesser notierte, was er hörte. Es geht wieder abwärts mit Wald, Wiesen, einer Zisterne, Liftanlagen und schon sind wir wieder auf Anfang, nahe der Straße nach Neufang.

Bildnachweis: Von Elcom.stadler [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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