Tour von Gohrisch zum Elbe-Freizeitland und entlang der Elbe


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑217m  ↓217m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gohrisch ist eine Gemeinde in der Sächsischen Schweiz und dem Elbsandsteingebirge und besteht aus 4 Ortschaften. Gohrisch liegt auf einer Hochebene, ruhig, malerisch, waldreich und „steinreich“: Gohrisch(stein), Papststein und Kleinhennersdorfer Stein, die Lasensteine, Spitzstein und Katzstein umrahmen die Gemeinde. Die markanten Tafelberge Lilienstein und Pfaffenstein sowie die Festung Königstein sind auch nur Steinwürfe entfernt.

Von Gohrisch wandern wir talwärts zum Elbe-Freizeitland an die Elbe, dann am Elbufer nach Königstein und aufwärts nach Gohrisch zurück. Start ist der Parkplatz beim Schostakowitschplatz. Der russische Komponist und Pianist Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch (1906-1975) schuf auf einer Bank unter der Trauerbuche im Jahre 1960 sein 8. Streichquartett. Er war im Hotel Albrechtshof abgestiegen, einem Baudenkmal in der Papstdorfer Straße aus dem Jahr 1958, einem ehemaligen Gästehaus des Ministerrates der DDR.

Unsere Wege sind: Hörnelweg, Dorfplatz, am Campingplatz vorbei, in den Wald und mit der Großen Hirschke lassen wir uns an die Elbe treiben. Am Ufer ist ein kleiner Freizeitpark mit einem langen Namen: Elbe Freizeit Resort Königstein. Ein Spielparadies für eher kleinere Kinder. Wir begnügen uns mit einer Umrundung.

Mit der Schandauer Straße wandern wir nach Königstein, wo die Biela in die Elbe mündet. Am Kreisel gibt es sogar eigens einen Wander- und Souvenirshop. Cafés am Platz an der Hainstraße, Touri-Info, alles ist hier hübsch beisammen und unter dem Kirchturm der evangelisch-lutherischen Marienkirche mit Ursprung im 15. Jahrhundert. Sie wurde mehrfach neu aufgebaut. Äußerlich ist sie barock, im Innern eher klassizistisch. Besonders interessant ist der Altar aus Sandstein in Form eines römischen Portikus.

Die bekannte Festung Königstein erhebt sich westlich von uns und hat teils 400 Jahre alte Bauten. Für den Ort sollte man sich extra Zeit nehmen. Wir wandern gen Osten und im Wald zur Schönen Aussicht, die wir genießen. Über die Carolahöhe gelangen wir nach Gohrisch.

An der Neuen Hauptstraße nahe der Nummer 110 ist ein ganz anderes Baudenkmal zu sehen, beinahe kurios, heute eine Seltenheit und mitnichten eine Festung: REH = transportable Raumerweiterungshalle vom Typ Variant. In der DDR wurden von 1959 bis 1989 diese „Ziehharmonikas“ gebaut. Teleskopartig lassen sich die ineinander geschachtelten Elemente zu Hallen vergrößern. Zusammengeschoben passen sie auf einen LKW. In Gohrisch soll daraus ein Schostakowitsch-Museum werden.

Bildnachweis: Celsius, [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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