Töps-Heide Rundwanderung in den Hanstedter Bergen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑97m  ↓97m
Kein Wegzeichen hinterlegt

„Auf dem Töps“ heißt das Naturschutzgebiet im Norden des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide, das wir heute erkunden wollen. Es liegt rund 2km südwestlich des Ortskerns von Hanstedt. „Auf dem Töps“ besagt schon, dass es sich um eine Hochfläche handelt. Die liegt nah am Hummelsberg, umgeben von den Hanstedter Bergen. Auf dem Töps wurden in den letzten Jahren schon Wölfe gesichtet.

Wir starten beim Parkplatz des Gästehauses Augustenhöh, westlich von Hanstedt, am Ende des Sträßchens Manskuhlenberg. Die Heidefläche auf dem Töps liegt über 100m ü.NN. wir wandern aufwärts in die Runde gen Westen, im Uhrzeigersinn.

Nach etwas über 1,1km könnten wir einen Abstecher zum Hexentanzplatz auf dem Faßenberg machen, um zu erfahren, was es damit auf sich hat. Dass dort Hexen tanzten hatte die hiesige Bevölkerung „erfunden“, um dem nackerten Treiben zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Namen zu geben. Der Ruf: Zurück zur Natur, brachte nicht nur die Wandervogelbewegung hervor, sondern auch Naturisten, Freundinnen und Freunde der Freikörperkultur. Die hatten hier im geschützten Wald einen hübschen Tummelplatz, an den das Schild erinnert und eine zwischen zwei Bäumen hängende Hexe, völlig bekleidet und vermutlich aus nachwachsenden Rohstoffen.

Alsbald gelangen wir auf die Heidehochfläche Töps. Zeitweilig zur Heideblüte zwischen Anfang August bis Mitte September trifft man dort auch auf hungrige Heidschnucken. Im heidetypischen Landschaftsbild wandern wir eine Runde und können von der Anhöhe bei guter Sicht gen Norden gar bis Hamburg schauen. Dabei kommen wir auch am schmucken Hermann-Löns-Schafstall vorbei, einem beliebten Fotomotiv im Wandergebiet Lüneburger Heide.

Wir wandern am Heiderand ein Stück mit dem Drumberge-Radweg, biegen von dem gen Osten ab. Es geht durch einen Waldabschnitt und weiterer Heide aus dem Naturschutzgebiet hinaus nach Dierkshausen. Im Ortskern ist der Dierkshausener Mühlenbach zu Teichen aufgestaut. Durch Feldflur und Wiesen wandern wir aus dem Ort gen Süden hinaus und kommen am ehemaligen Freizeitheim Nazareth vorbei zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Dieter Matthe [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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