Teisendorfer Bierwanderweg (Brauerei Wieninger-Klosterwirt Höglwörth)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑332m  ↓332m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwei Ründchen, einmal um Teisendorf im Rupertiwinkel und einmal um den Höglwörther See, dazwischen durch ein Bachtal und an der Bruder Klaus Kapelle vorbei, unterwegs zehn Stationen mit Wissenswertem um das Bierbrauen, im Hintergrund der Hochstaufen – so kurzweilig lässt sich das Wandern schmecken! Und verdursten muss man auch nicht.

Start ist in Teisendorf im Rupertiwinkel. Der Hausberg ist der Teisenberg, der mit 1.333m der nördlichste Tausender der Deutschen Alpen ist.

Wir sind im Alpenvorland und beginnen bei der Privatbrauerei Wieninger, die erstmalig als Hofpruyhaus Deisendorf der Salzburger Erzbischöfe vor gut 350 Jahren auftauchte. Hier ist auch schon die erste der Stationen. Am Schluss der Runde werden wir sicher dem Braugasthof einen Besuch abstatten. Auf dem Weg bietet auch der Klosterwirt Höglwörth eine Gersten- und Hopfenerfrischung aus dem Hause Wieninger.

Durch die Poststraße gehen wir zum Marktplatz Teisendorf. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz mit bürgerlichen Wohn- und Geschäftshäusern, die nach einem Brand zwischen 1815-1865 wieder errichtet wurden und im Kern häufig älter sind. Bei der Mariensäule biegen wir in die Freidlinger Straße, dann in den Stettener Weg und umrunden Teisendorf in Richtung Süden. Wir wandern ein Stückchen mit der B304 und kommen auf den Weg, den wir retour erneut gehen. Wir erfahren etwas über Hopfengärten und den Eisweiher sowie Quellwasser.

Bei den Wieninger Weihern und dem Schwimmbad biegen wir gen Süden in die Alte Reichenhaller Straße. Von Wald begleitet geht’s zur Bruder Klaus Kapelle mit der Station Bier und Glauben. Ein alter kirchlicher Grundsatz lautet: Flüssiges bricht Fasten nicht.

Im Tal des Ramsauer Baches gibt es Infos zur Brau-Gerste und zum Gutshof Ramsau, zu dem wir kommen, mit Wald, Wiesen und Ackerflächen. Einst besaß ein Bierbrauer das Gut und betrieb Landwirtschaft. Ausgekochte Malzreste (Trebern) waren Viehfutter, Grundlage für Schnaps und man verarbeitete sie bei Brotbacken.

Nach etwa 5,2km öffnet sich die Runde bei einem Gehöft zur Erkundung des Höglwörther Sees. Wir biegen nach links ein, kommen auf den Mooshäuslweg nach Höglwörth am See, an dem es auch ein Seebad gibt.

Die Örtlichkeit ist sehr malerisch. Der Turm der Klosterkirche Peter und Paul, im Stil des Rokokos, des einstigen Klosters Höglwörth reckt sich vor dem Hochstaufen in den Himmel. Die Kirche mit romanischen Spuren wurde ab 1675 neu gebaut. Man sollte im Inneren ein wenig verweilen, denn sie ist herrlich verziert.

Der Höglwörther See hat 13,5ha und entstand durch Abschmelzen des Saalachgletschers. Er ist der Verlandung preisgegeben. Gut, dass wir jetzt noch was von ihm haben. Wir umrunden das wertvolle Biotop und kommen auf den bekannten Weg zurück. Nach gesamt rund 11,2km sind wir in Teisendorf und wandern nun an den Wieninger Weihern und dem Schwimmbad vorbei, kommen durch den Geopark Eichelgarten und via Alte Reichenhaller Straße, an einem Hofladen vorbei, zur Brauerei Wieninger.

Bildnachweis: Von Thomas Then [CC BY] via Wikimedia Commons

Vgwort