Tapfheimer Zwei-Schlösser-Runde (Donauried)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑137m  ↓137m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Tapfheim mit dem Schloss Tapfheim liegt rund 7km südwestlich von Donauwörth in einer sanften Donaubeuge. Wir starten am Bahnhof Tapfheim und nehmen am Ende der Bahnhofstraße die Dillinger Straße, in die wir nach links und nach Donaumünster einbiegen. Nach rechts geht es durch die Hauptstraße und in die Alexander-von-Bernus-Straße mit dem Schloss Donaumünster, zweigeschossig, mit hohem Satteldach und Volutengiebeln.

Das Schloss Donaumünster war zu Beginn in Besitz des Klosters Reichenau am Bodensee. Im 13. Jahrhundert war dort ein Rittergeschlecht zuhause, dann Grafen. Im 18. Jahrhundert entstand durch einen Abt das Schlossgebäude mit den Schweifgiebeln. 1921 kaufte es Alexander von Bernus (1880-1965), ein Dichter und Alchimist. Seine Witwe lebte bis 2001 dort. Seit 2017 gehört es dem Künstler David Sohl. Benachbart ist die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt aus dem 18. Jahrhundert.

Wir wandern an die Donau hinab und folgen der Dahinfließenden durch die Auenlandschaft zur Tapfheimer Seenplatte, die sich in eine Donaubeuge schmiegen. Der Tapfheimer See ist ein Badesee mit einem Campingplatz. Die folgenden beiden Baggerseen sind ein Eldorado für Flora und Fauna. Das Donauried verfügt über wertvolle Kiesvorkommen, weshalb es auch so viele Baggerseen gibt.

Durch die Äcker und Wiesen wandern wir nach Tapfheim, stoßen auf den Reichenbach und auf hübsche Baudenkmäler. Eines davon ist die Pfarrkirche St. Petrus (St. Peter), die von einem Friedhof umgeben ist. Die Kirche wurde Mitte des 18. Jahrhundert im Stil des Rokokos gebaut. Im Inneren zeigt sich eine schmuck gestaltete Doppelempore. Stuck und zahlreiche Gemälde beeindrucken und bebildern biblische Begebenheiten.

Am Rathaus vorbei gehen wir zum Schloss Tapfheim, das auf einem künstlich geschaffenen Hügelchen liegt, einst war ein Graben drumherum. Die Geschichte des Schlosses als Burg geht vermutlich bereits auf das 13 Jahrhundert zurück. Das heutige barocke Gebäude mit Volutengiebel stammt aus dem Jahr 1730. Wir gehen noch ein Stück mit dem Reichenbach und kehren zum Ausgangsort mit Empfangsgebäude der Bahn (1877) zurück.

Bildnachweis: Von Rikiwiki2 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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