Heilig-Kreuzer Wallfahrerweg (Donauwörth)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 27 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑349m  ↓349m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unsere Strecke kurz notiert: Donauwörth, Wörnitztal, Felsheim, Wörnitzstein mit St. Martin, Buggenhofen mit Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, Oppertshofen, Reichertsweiler, über den Ramberg, entlang dem Rand von Riedlingen nach Donauwörth, Stauferpark, über den Wörnitzsteg zum Kloster Heilig Kreuz.

Start ist die Kreuzung der Straßen namens Ruhetal und wir nehmen den Alten Bahndamm. Links ist die Wörnitz, rechts liegt der Städtische Friedhof und finden sich Sportanlagen. Wir könnten in den Discountern linkerhand bei Bedarf noch Proviant einkaufen. Mit der Wörnitz, die 132km zurücklegt, bevor sie in die Donau fließt, wandern wir einen Bogen, streifen „Am Weinberg“ vorbei, passieren Gleise und kommen nach ca. 3,5km nach Felsheim, in dem die kleine Kapelle St. Michael zur Andacht steht.

Durch Feldflure geht’s nach Wörnitzstein, links und rechts der Wörnitz. Vor deren Querung ist die schmucke Kalvarienbergkapelle St. Petrus (18. Jahrhundert). Sie steht exponiert auf einem Felsen. Der Aufstieg lohnt sich und man hat einen schönen Blick ins Wörnitztal und auf den Ort. Der Felsen flog oder rollte nach einem Meteoritenschlag rund 8km bis hierher. Der Kalvarienberg ist ein Geotop.

Wir wechseln die Seiten, kommen über die Wörnitz und könnten die St. Martin Kirche (1690) besuchen. Stuck und Fresken sind von 1922. Rund 6km liegen hinter uns und der erste deutliche Anstieg vor uns. Nach 2km mit Wiesen und Wald sind wir über der 500m-Marke. 

Nach gut 13km sind wir am westlichsten Punkt des Wallfahrerwegs in Buggenhofen (Bissingen) mit der Mariä Himmelfahrt Wallfahrtskirche. 1471 fand man eine Muttergottesfigur und begann mit dem Kirchenbau. Das Innere gleicht einem Bilderbuch aus Barock und Rokoko mit herrlichen Fresken in zarten Pastelltönen, weißer Stuck mit Gold appliziert – ein Träumchen!

Wir verlassen den bezaubernden Ort und kommen an der rund 600 Jahre alten Zigeunereiche vorbei. Mit Wald geht’s auf, durch Kulturlandschaft ab, nach Oppertshofen (Tapfheim). Dort steht zur Abwechslung eine evangelische Kirche (St. Blasius) aus dem 15. Jahrhundert.

10km Strecke trennen uns von Donauwörth. Es geht über Reichertsweiler, mit Wald talwärts, und über den Ramberg (465m), durch abwechslungsreiches Gebiet wandern wir am Rand von Riedlingen, mit Feld, Wiesen, Kleingärten. Wir passieren die Riesbahn und die Strecke Donauwörth-Teuchtlingen.

Es folgen Bildung, Sport und Spiel im Stauferpark. Gleich nebenan ist die Donau-Ries-Klinik. Wir kommen über den Wörnitzsteg zum Namensgeber der Wallfahrt: dem ehemaligen Kloster Heilig Kreuz und der aktuellen Pfarrkirche Heilig-Kreuz. In der Gruftkapelle werden Kreuzpartikel, die 1030 aus Konstantinopel hergebracht wurden, aufbewahrt. Wir lassen uns nochmal die Optik fluten, von der prächtigen Ausgestaltung und Gesamtanlage: erschöpft aber glücklich.

Bildnachweis: Von Helmlechner [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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