Talsperre Leibis-Lichte und Meuraer Heide Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑724m  ↓724m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unsere Naturrunde liegt östlich sowie südlich der Orte Neu-Leibis und Unterweißbach. Wir wandern von Unterweißbach aus zur Talsperre Leibis-Lichte, dann durch das Naturschutzgebiet Meuraer Heide, hinauf zum Quittelsberg, Schieferbruchblick, Anna-Luisen-Quelle und das Tal der Lichte bieten weitere Unterhaltung im Thüringer Schiefergebirge.

Start ist in Unterweißbach an der Lichte beim Parkplatz nahe dem Erlebnisbad. Via Augustenstraße wandern wir zur Talsperre Leibis-Lichte und passieren die Staumauer mit herrlichem Blick über das Wasser. Die Talsperre wurde 2006 eingeweiht und bis 2008 geflutet. Der Stausee hat eine Länge von 3,6km und eine Wasseroberfläche von rund 106ha. Der Bau der Talsperre war sehr umstritten, ein Dorf musste weichen, deren Bewohner nach Neu-Leibis umgesiedelt wurden.

Des Weiteren mussten zahlreiche ökologische Ersatzmaßnahmen ergriffen werden, um sich sozusagen, bei der Natur zu entschuldigen, wie zum Beispiel das Ansiedeln von Auerhühnern im Lichtetal, Renaturierungen von Fließgewässern und weiteres mehr. Entlang der Talsperre entstand auch ein 19km langer Skulpturenpfad. Der Talsperre ist die Vorsperre Deesbach vorgelagert, die bereits 1991 in Betrieb ging, aber bereits damals als Vorsperre gedacht war.

Weiter geht es ins Naturschutzgebiet Meuraer Heide. Der Ort Meura liegt südlich davon. Das Gebiet wird auch Auf der Heide genannt. Einst war es wohl nicht derart bewaldet, sondern eben Heide, entstanden durch Abholzung, Köhlerei und Aschenbrenner. Auf den Bergwiesen rund um Meura wuchsen etliche Kräuter und die Meuraer machten sich im 18. Jahrhundert einen Namen im Olitätenhandel.

Wir wandern auf den Quittelsberg (709m), auf dem eine Turmruine stand, von dem nur noch ein Fragment erhalten ist, für die Fledermäuse. Der einstige Turm wurde 1933 erbaut und 1949 gesprengt.

Weiter geht es zum Schieferbruchblick mit schöner Aussicht und Information an der Schutzhütte. Der Schieferbruch fand hier von 1865 bis 1992 statt. Der Schieferbruchblick liegt auch am Naturlehrpfad Heinrich Cotta, der dem Forstmann (1763-1844) gewidmet wurde.

An der Anna-Luisen-Quelle vorbei wandern wir weiter zum lichteren Bocksäcker mit einer Schutzhütte, sehen durch den Wald die Spuren der Halde, haben hin und wieder Aussicht auf Unterweißbach, durch das wir schlussendlich zum Schwimmbad zurückkehren.

Bildnachweis: Von Richard U. [CC-by-sa 3.0/de] via Wikipedia

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