Steinbrücken (Dietzhölztal)

Steinbrücken gilt als ältester Luftkurort im alten Dillkreis: Bereits 1925 wurde in Steinbrücken die erste Fremdenpension eröffnet und bereits 1929 zählte Steinbrücken 200 Übernachtungsgäste. Das mag damit zu tun haben, dass der Ort Steinbrücken auf ein mittelalterliches Gasthaus zurückgeht, das hier an einer steinernen Brücke über die Dietzhölze den Reisenden der Fernstraße Köln-Leipzig Kost und Logis bot. Gastfreundlichkeit hat jedenfalls Tradition in Steinbrücken.

So war man gut vorbereitet, als 1962 der Präsident der internationalen medizinischen Gesellschaft – Prof. Dr. Dr. h.c. Ishibashi – zu einem Besuch nach Steinbrücken kam. Er hatte festgestellt, das Ishibashi zu Deutsch Steinbrücken heißt. Jetzt wollte er sich mal das Dorf anschauen, das seinen Namen trägt. Daraus entwickelte sich eine dauerhafte Beziehung, die 1975 zu einer Partnerschaft zwischen dem Dietzhölztal und der japanischen Stadt Ishibashi führte. Ein kleiner japanischer Garten an der Hauptstraße, die Ishibashi-Anlage, wurde als Zeichen der Verbundenheit eingerichtet.

An Ishibashi erinnert seit dem Jahr 2000 auch eine kleine Pagode, die am 1971 eingerichteten Freizeitgebiet Hammerweiher aufgestellt wurde. Hier gibt es rund um den 1,4ha großen Angelteich verschiedene Freizeitangebote wie Minigolf, ein Haus des Sports und Gastronomie. Der Hammerweiher verdankt seinen Namen der Tatsache, dass sein Wasser früher ein Hammerwerk antrieb. Der Weiher wurde 1562 zunächst angelegt, um Erz zu waschen. Später kam eine Mühle hinzu, die 1652 zu einem Hammerwerk umgerüstet wurde.

Der Hammerweiher wird vom kleinen Mandelbach gespeist, der am Fuße des Hessenbergs (551m) bei Mandeln entspringt. Im Ort gibt es eine schöne Dorfkirche, die um 1756 erbaut wurde. Die evangelische Kirche in Mandeln ist eine der wenigen Kirchen mit sichtbaren Fachwerk im Lahn-Dill-Bergland.