Stadtrundgang Rosenheim (Oberbayern)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑75m  ↓75m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Seit 2002 ist das oberbayerische Rosenheim auch bei Krimifans bekannt durch die ZDF-Vorabendserie Die Rosenheim Cops. Deren Polizeipräsidium ist eigentlich das Rosenheimer Rathaus und der gezeigte Max-Josephs-Platz ist in echt Fußgängerzone.

Viel von Rosenheim sehen die Fernsehzuschauer allerdings nicht. Das holen wir jetzt nach, besuchen Mangfallpark Nord und Süd, die Mündung des Mangfalls in den Inn, das Stadtmuseum im Mittertor und St. Nikolaus, den Salingarten und das Rathaus. Denkmalensembles mit Pastellfarben, Arkaden und einer Mischung aus alpen- und südländischen Flair begleiten uns.

Start ist am Rosenheimer Bahnhof. Wir folgen der Bahnhofstraße und kommen auf die Münchener Straße, sehen Gebäude im Stil des Neoklassizismus und Neobarock aus der Zeit um 1900, und gehen durch den Salingarten mit modernen Skulpturen vor dem Kultur- und Kongresszentrum KuKo.

Es geht durch die Fußgängerzone Münchener Straße mit dem sogenannten Gillitzer-Block, einem Wohn- und Geschäftshaus mit vier Geschossen und schmucken Gauben (1894/95). Über die Straße Prinzregentenstraße/Rathausstraße gelangen wir zum Max-Josephs-Platz mit seinen imposanten Baudenkmälern. Einige sind im Kern aus dem 16./17. Jahrhundert und erhielten im 19. Jahrhundert die prächtigen Fassaden im Stil der Neurenaissance oder Neuklassizismus, zum Teil mit Laubengängen.

Am Ludwigsplatz erhebt sich der 65m hohe Turm mit Zwiebelhaube der katholischen Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, der zum Wahrzeichen Rosenheims wurde. Das Turmuntergeschoss ist spätmittelalterlich, das Langhaus im Kern spätgotisch (um 1450). Im Inneren wurde die Hallenkirche bis 2006 aufgefrischt. Nachbar ist die ehemalige Kapelle St. Michael (1513) mit Arkadenvorbau. Am Ludwigsplatz sehen wir auch den Fischbrunnen.

Zwei weitere Kirchen in der Nähe sind die Heilig-Geist-Kirche (15. Jahrhundert, später barockisiert) in der gleichnamigen Straße, gegenüber der St. Nikolaus. Auch ihr Turm hat eine Zwiebelhaube. Die Spitalkirche (1619), östlich von St. Nikolaus, hat auch einen Zwiebelturm.

Dann stehen wir am Mittertor. Es ist das einzig erhaltene Stadttor in Rosenheim von einst fünf. Ursprünglich im 14. Jahrhundert gebaut, litt es Schaden beim großen Stadtbrand von Rosenheim 1641. Hernach wurde es in jetziger Form hergerichtet. Erst war hier der Zoll und seit 1885 ist es Stadtmuseum mit einer bedeutsamen regionalgeschichtlichen Sammlung über Südostbayern.

Wir kreuzen die Straße Ludwigsplatz und gehen verkehrsberuhigt durch die Weinstraße mit historischen Gasthäusern. In nordöstliche Richtung gehen wir zum Mangfallpark Nord, wo die Mangfall nach 58km Lauf ihre Geschicke dem Inn übergibt. Kurz vorher überqueren wir den Hammerbach, als Fortsetzung des Mangfallkanals. Im Innzipfel treffen wir auch auf Skulpturen, folgen dann der Inn zum Inn-Museum nebst Freigelände. Das Museum erinnert an die Bedeutung des Flusses als Transport- und Handelsstraße.

Als nächstes gehen wir am Freibad vorbei in den Mangfallpark Süd und finden uns zwischen Mangfall und Hammerbach wieder. Wenn wir dann auf die Rathausstraße stoßen, ihr nach rechts folgen, kommen wir an dem TV-bekannten Rosenheimer Rathaus vorbei. Gegenüber ist der Lokschuppen (um 1858), wo jetzt ein Ausstellungszentrum ist. Das Rathaus war 1858 der erste Rosenheimer Bahnhof. Durch die Reifenstuelstraße gehen wir zum aktuellen Bahnhof zurück.

Bildnachweis: Von Sandor Bordas [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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