Stadtrundgang Mettmann (Sprechende Stadt)


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Länge: 1.31km
Gehzeit: 00:19h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Würde man diese kleine Runde einfach nur laufen, wäre man in nicht einmal 20 Minuten damit fertig. Darum geht es aber heute nicht, sondern um das Sicheinlassen auf Geschichte und Geschichten. Am besten man beschafft sich vorher den Flyer zum Pfad, den der Bürger- und Heimatverein „Aule Mettmanner“ mit der Wegeführung entwickelt haben.

Wer ein gutes fotografisches Gedächtnis hat, kommt vielleicht schon mit der großen Infotafel und der Übersicht klar. Hilfsmittel durch die alte und neue Neanderthal-Stadt Mettmann mit ihrer über 1.100jährigen Geschichte sind Smartphone und GPS.

Einstieg ist am Königshof, mit der Galerie und den Läden, dem Theater und der Bibliothek und wir werden dann mit dem Uhrzeigersinn gehen, gen Norden. Wo sich jetzt Kaufangebote stapeln, war 904 der Königshof als Keim der heutigen Stadt Mettmann.

Via Treppe kommen wir auf den Lavalplatz, mit Brunnen und Schwimmbad, und einem interessanten Denkmal, dem einzigen, das wächst: „Erinneringe“ heißt es und erzählt Stadtgeschichte. Übrigens gibt es in Mettmann vom emsigen Heimatverein angeregt, das Projekt der Sprechenden Stadt. An sechs Stellen stehen gläserne Stelen am Geschichtlichen Rundgang.

Wir kommen offenen Sinnes zur evangelischen Kirche (1780), die durch den Seiteneingang auch werktags besucht werden kann. Durch die Orthsgasse wollen wir zur katholischen Kirche. Auf dem Weg dorthin wird unsere Aufmerksamkeit auf Gedenken an die Opfer der Nationalsozialisten gelenkt, auf ein Schmiedeeisernes Tor von 1806, sowie eine Windrose, die berichtet, wie weit es von hier woandershin ist. Schließlich gefällt uns auch die Schäfergruppe ganz gut.

Die Kirche St. Lambertus wurde 1881 neu errichtet, an dem Turm aus dem 12 Jahrhundert. In der Nähe ist das Stadtgeschichtshaus, das die Geschichten Mettmanns hütet und wo man auch Trauungen sowie Bergische Kaffeetafeln organisieren kann. Das kräftige Pferd in der Nähe ist ein bergisches Kaltblut. Gleich machen wir Bekanntschaft mit noch einem Original von Mettmann.

Die klassizistische Beckershoff-Villa geht auf den Bauunternehmer und Steinbruchbesitzer Beckershoff zurück, der dafür sorgte, dass die berühmten Knochen des Neanderthalers untersucht werden konnten. Durch die Gassen mit kleinen Geschäften kommen wir zur Alten Posthalterei, wo ein Stück historische Stadtmauer zu finden ist.

Ein weiteres Stück Geschichte liefert das Kino von 1907, der „Weltspiegel“. Weitere Kunst und Kultur treffen wir bei der Wandmalerei. Dann kommen wir wieder in den jüngeren Teil Mettmanns mit dem Jubiläumsplatz, an dem sich zwei Mettmanner unterhalten: Geldmacher und Schrievers. Entlang von Gründerzeitfassaden kommen wir zum Königshof.

Bildnachweis: Von Nils Siebert [Public domain] via Wikimedia Commons

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