Stadtrundgang Lauingen mit Brenztal und Donau


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Länge: 10.37km
Gehzeit: 02:28h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Zwischen Dillingen und Gundelfingen an der Donau schmiegt sich diese Runde um Lauingen  und den Stadtteil Faimingen. Sie bietet alles, was das Reisendenherz höherschlagen lässt: Flusslandschaft mit Brenz und Donau, Historie mit wunderschönen Bauten in der Albertus-Magnus-Stadt Lauingen und Römerspuren hat es da auch mit dem Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen.

Lauingen darf sich Albertus-Magnus-Stadt nennen, weil hier der heilige Albert der Große, Dominikanermönch, Philosoph und Universalgelehrter, um 1200 geboren wurde (1280 in Köln verstorben). Wir starten am Wittelsbacher Platz und wandern in die Altstadt von Lauingen, wo wir an etlichen Baudenkmälern vorbeikommen.

Wohn- und Bürgerhäuser ab dem 16. Jahrhundert sind zu bestaunen und säumen unter anderem die Brüderstraße, durch die wir zum einstigen Augustinerkloster mit Klosterkirche gehen. Das Kloster der Augustinereremiten geht auf das Jahr 1729 zurück und wurde nach einem Brand im 18. Jahrhundert neu gestaltet. Hier ist heute das Albertus-Magnus-Gymnasium. Die Augustinerkirche musste auch 1790 neu aufgestellt werden, mit Teilen von 1716. 

Recht auffallend ist das Bruckhaus (um 1600) in der Brüderstraße 11 mit seinem wunderschönen Zinnengiebel und noch einem erhaltenden Fresko. Hier soll 200 Jahre zuvor ein fränkischer Königshof gewesen sein.

Das Rathaus Lauingen (1783-1790) zeigt sich recht glanzvoll und repräsentativ. Es erinnert weniger an eine Amtsstube als an ein Schloss. Das Gebäude ist vierflügelig. Man sieht Säulen, Risalite, Dreiecksgiebel, Balkone, Stuck im Inneren – es ist herrschaftlich.

Wir biegen in die Donaustraße ein, auch gesäumt mit Baudenkmälern, sehen vielleicht das Tränktor (1336 erstmals genannt) der einstigen Stadtbefestigung und gehen zur Spitalkirche St. Alban mit nach oben hin achteckigem Turm. Die Spitalkirche geht auf das Jahr 1350 zurück und wurde 1870 in der Form heute aufgebaut.

Wir wandern zum Gißübelturm, der auch ein Teil der einstigen Stadtmauer war. Der viergeschossige Rundturm mit spitzem Kegeldach stammt aus dem Jahr 1413. In der Nähe ist das Schloss Lauingen.

Die Wanderung führt uns jetzt durch die Grünanlage Luitpoldhain und an die Donau. Durch deren Auen wandern wir, bis die Brenz hinzustößt und dann folgen wir ihr, queren sie an der Römerstraße und gehen ein Stück Donau-Radwanderweg zum Faiminger Stausee. Bei Echenbrunn queren wir die Brenz erneut.

Ziel ist Faimingen, das wir via Magnus-Schneller-Straße erreichen. Die Kirche Sankt Blasius (1711) hat im Inneren Barock-Altäre. Uns zieht es zu den Römern mit dem Freilichtmuseum des Apollo-Grannus-Tempels. Man schätzte die Anlage auf über 40ha. Wir sehen eine Teilrekonstruktion. Die Ehre war den Heil- und Quellgöttern Apollon und Grannus – hier ist eine römisch-keltische Verbindung. Der keltische Grannus wurde mit dem römischen Apollon gleichgesetzt.

Wir wandern nach Lauingen zurück, nahe den Wassern, und kommen zur Kirche St. Martin, auch genannt Martinsmünster. Die Stadtpfarrkirche entstand 1516 und fällt durch die wuchtige Westfassade mit kleinen Voluten am Giebel ins Auge. Daneben wirkt der Turm schon fast klein. Wir sehen Gotik, zwischenzeitlich wurde barockisiert und das wieder zurückgenommen und durch Neugotik ersetzt.

Nun geht es zum Schloss Lauingen. Das Herzogschloss Lauingen steht anstelle eines einstigen Wehrbaus aus dem 10./11. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert beauftragte Herzog Ludwig IX. den Schlossbau. Es ist ein imposanter Baukomplex, von dessen ursprünglicher Ausstattung kaum etwas erhalten geblieben ist. Heute ist hier ein Altenpflegeheim ansässig.

An der Herzog-Georg-Straße kommen wir dann noch am einstigen Zisterzienserkloster Sankt Agnes Lauingen vorbei. Der hübsche Zinnengiebel fällt ins Auge. In einem Teil des Klosters ist heute das Heimathaus. Kurz vor dem Rathaus steht der Schimmelturm, ein 54m hoher Wachturm von 1457, der als Aussichtsturm begehbar ist und uns zum Abschluss der Tour die Stadt im Donautal zu Füßen legt.

Bildnachweis: Von Dr. Eugen Lehle [GFDL] via Wikimedia Commons

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