Stadtrundgang Isny im Allgäu (mit Abstecher in die Auen der Isnyer Ach)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑123m  ↓123m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Landkreis Ravensburg liegt der heilklimatische Kurort Isny im Allgäu. Er bietet ein herrliches Heilklima aufgrund seiner Lage im Voralpenland, mit Höhenlagen von 700-1.118m, die Luft ist wenig staubbelastet, es gibt viel Sonne, ist aber im Sommer trotzdem nicht zu heiß und man hat wohl wenig Nebel. Gute Voraussetzungen zum Wandern!

Wir erkunden einen Teil von Isny mit historischer Altstadt, Schloss, einstiger Klosteranlage mit Kirche, Nikolaikirche, Kurgarten mit Weihern. Die Wanderung führt uns in einer Westschleife durch die Auenlandschaft rund um die Ach. Start ist der Parkplatz östlich von der Rotmoossporthalle, gegenüber dem Schulzentrum Isny.

Die Isnyer Ach ist ein wesentlicher Ursprung für das Leben in Isny, das 1043 gegründet wurde. Die frisch sprudelnde Ach, die einige Weiher bediente, war so was wie ein Motor. Das Wasser war nicht nur Durstlöscher, sondern trieb auch Mühlen an.

Nach der Runde durch die Bachlauf-Landschaft, geht es durch den Rotmoosweg nach Isny zum Kurhaus, vom Kurpark und den beiden Weihern umgeben. Rechts ist der Bremerweiher, links der Grabenweiher nebst einer Kneipp-Anlage. Verbunden sind die beiden Teiche durch den Stadtgraben.

Wir wandern durch das denkmalgeschützte Ensemble der mittelalterlichen Stadt, die Liste der Kulturdenkmäler ist lang. Darin ist auch die Untere Stadtmauer, an der wir jetzt entlanggehen. Im 13. Jahrhundert erhielt Isny Stadtrechte und wurde befestigt. Mauern, Türme und Tore wurden errichtet. Wir gehen durch das Wassertor (1337 erstmals genannt). Hier ist das Wassertormuseum und informiert über die Stadtbefestigung.

Gleich benachbart steht die evangelische Nikolaikirche als dreischiffige Pfeilerbasilika, entstanden aus einem romanischen Bau 1288, im 15. Jahrhundert mit spätgotischem Chor ausgerüstet. Erst nach der Reformation wurde die Nikolaikirche evangelisch. Über der Sakristei ist die bedeutende Sammlung der Predigerbibliothek, seit 500 Jahren. Auch die Fresken im Gewölbe sind eine wertvolle Überlieferung.

Das Schloss Isny geht auf das Kloster St. Georg zurück. Das wurde 1096 von den Benediktinern gegründet. Wir sehen heute eine barockisierte Anlage mit der Pfarrkirche St. Georg und Jakobus. Im Inneren beeindruckt die Fülle der Gestaltung im Rokoko. Ein Deckenfresko zeigt das einstige Kloster. In den Flügeln des Schlosses sind zum einen Wohnungen und zum anderen ist dort auch die Städtische Kunsthalle Schloss Isny.

Wir flanieren anschließend durch die Wassertorstraße mit Geschäften und Gastronomie. Der Steuerzahlerbrunnen lädt zum Schmunzeln ein. Für wen steht wohl die Kuh Pate und ist am Ende tatsächlich alles für die Katz?

Wir kommen am Rathaus, einem Patrizierhaus, und weiteren gepflegten Baudenkmälern und dem Marktplatz vorbei. Durch die Espantorstraße geht es zum Espantor, auch Teil der Stadtbefestigung. Darin ist eine Galerie. Espan steht für Allmend, als Landfläche, die von Allen genutzt werden darf, auch fürs Vieh und für Feste. Entlang dem Stadtgraben, über einen Spielplatz und am Schulzentrum vorbei, kommen wir zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Franzfoto [GFDL] via Wikimedia Commons

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