Stadtrundgang Bacharach am Rhein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 2 km
Gehzeit o. Pause: 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑113m  ↓113m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bacharach gilt zusammen mit Rüdesheim auf der anderen Rheinseite als das Zentrum der Rheinromantik. Herrliche Fachwerkhäuser in engen Gassen, umgeben von Weinbergen, begrenzt vom Rhein und gerahmt von Burgen – kein Wunder, dass das Obere Mittelrheintal seit 2002 als Weltkulturerbe von der UNESO geschützt ist.

Unsere kleine Tour rund um den historischen Kern von Bacharach ist nahezu identisch mit dem Stadtmauerrundwanderweg, der vor Ort auch ausgeschildert ist. Wer also nicht mit GPS wandert, orientiert sich an den Markierungen des Stadtmauerrundwegs in Bacharach.

Wir beginnen unseren Rundweg am Markttor, Teil der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, die heute noch rheinseitig fast vollständig erhalten ist. Durchs Markttor spazieren wir hinein in die denkmalgeschützte Altstadt und direkt zur evangelischen St. Peter Kirche. Die St. Peter Kirche wurde im frühen 13. Jahrhundert als dreischiffige Emporenbasilika erbaut. Dominiert wird die St. Peter Kirche von dem in das Langhaus einspringenden Westturm, dessen spätgotisches Obergeschoss aus dem Jahre 1478 stammt.

Hinter St. Peter führen einige Treppenstufen hinauf zur Ruine der gotischen Wernerkapelle, die ab 1293 erbaut und im 17. Jahrhundert zerstört wurde. Heute bildet die Ruine ein beeindruckendes rheinromantisches Wahrzeichen.

Weiter geht es die Treppen hinauf und dann rechts in die Weinberge. Wir steuern den Postenturm an, einen der Türme der historischen Stadtmauer. Der Postenturm wurde Anfang des 21. Jahrhunderts umfassend saniert und 2005 als Aussichtsturm wieder eröffnet. Man genießt den Blick auf Bacharach und das Rheintal.

Nachdem die Landstraße passiert ist, erreicht man den Liebesturm und kommt über einen steilen Steig zur Burg Stahleck. Nach der Zerstörung der ursprünglich im 11. Jahrhundert errichteten Burg, dient die wiederaufgebaute Burg Stahleck seit 1926 als Jugendherberge. Der Wiederaufbau orientierte sich an einem Kupferstich Matthäus Merians aus dem Jahr 1646 und zeigt den typisch regelmäßigen Grundriss einer Burg aus der Stauferzeit, die sehr klar gegliedert ist. Die Größen der heutigen Gebäude vermitteln in etwa den Eindruck der einstigen Anlage, deren ältester Baubestand die Fundamente des Bergfrieds, Teile des Palaskellers sowie einige Abschnitte der Ringmauer sind.

Von Burg Stahleck wandert man durch Weinberge und Wald vorbei zum Halbrundturm und geht dann in Serpentinen hinab zum Rathaus von Bacharach. Durch die Mainzer Straße kommt man in die Zollstraße an die Ecke, wo die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus steht. Hier steigt man hinauf auf die mittelalterliche Stadtmauer und passiert den schönen Kranenturm, um schließlich wieder zum Marktturm zu gelangen.