Springen (Heidenrod)

Hoch über dem Wispertal liegt auf einem Höhenrücken rund vier Kilometer nordwestlich von Bad Schwalbach das zu Heidenrod gehörende Dorf Springen. Die Wisper fließt im Westen und Norden und der Dornbach im Süden und Osten. Im Jahr 1107 wurde Springen erstmals urkundlich erwähnt und weist auf die kleinen Quellen hin, die hier „ent-springen“.

Nähert man sich dem Südrand des Ortskernes fallen die Fachwerkwohnhäuser und Nebengebäude, teilweise verputzt oder verschiefert auf, die ein kaum verändertes historisches Ensemble bilden. Die kleine Dorfkirche in der Ortsmitte ist ein Saalbau mit mittigem Haubendachreiter. Im Kern mittelalterlich, wurde sie als Wehrkirche wahrscheinlich bereits im 13. Jahrhundert errichtet.

Oberhalb des Einmündung des Dornbachs in die Wisper liegt am Fuße des Riesenbergs die erstmals 1790 erwähnte Riesenmühle. Nach dem Ausbau der Wisperstraße 1883 war sie seit 1889 Gastwirtschaft und befindet sich gegenwärtig in Privatnutzung. Das zweigeschossiges Hauptgebäude hat zwei Gauben, das Fachwerkobergeschoss ist verputzt, die Giebelseite wie für die Region sehr typisch verschiefert.

Das Jagdhaus Dornbach liegt in einsamer Waldlage auf der Anhöhe über dem Dornbachtal an der Stelle eines ausgegangenen Dorfes. Um 1906 wurde es im Schweizerhausstil mit einem Runderker errichtet.

Getrennt durch den Dornbach schließt sich östlich von Springen die Gemarkung Watzelhain an. Der Siedlungskern besteht aus nur wenigen Höfen. Im Zentrum befindet sich das Backhaus, ein kleines Fachwerkgebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert, dessen niedriger, den Ofen enthaltender Bauteil in Bruchsteinmauerwerk errichtet ist. Zwischen den höhenversetzten Satteldächern strebt der wiederhergestellte, hohe, stark bemessene Backsteinkamin mit pyramidenförmigem Aufsatz nach oben und verleiht dem bescheidenen Gemeindebackhaus eine markante Gestalt.