Silberteich und Rinderstall: Rundwanderung im Nationalpark Harz


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑408m  ↓408m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eine typische Harzwanderung, sind wir versucht zu sagen, im Nationalpark Harz, der weder mit Bäumen noch Bächen oder interessanten Bezeichnungen geizt: wir wandern einmal rund um das Drecktal, so heißt das Waldgebiet, das von vornehmeren Namen umgeben ist, wie Kaiserweg, Silberteich und Schloßkopf.

Start der Wandertour ist an der Bundesstraße B 27, die Braunlage mit Bad Lauterberg verbindet, und die ein Stück weit von der Trutenbeek begleitet wird. Der Parkplatz liegt an den Wanderwegen Waldstraße und Kaiserweg.

Wir queren die Bundesstraße und sind dann innerhalb der Grenze des Nationalparks Harz, wo wir zuerst am Naturdenkmal Lausebuche vorbeikommen und dann weiter dem Kaiserweg folgen. Der war einst ein Grenzweg zwischen den Kreisen Zellerfeld und Blankenburg und die Buche soll ein Grenzbaum gewesen sein, was man allerdings nicht so genau weiß. 

Der Kaiserweg bringt uns durch abwechslungsreiche Vegetation an den Brunnenbach. Östlich ist der Beritt der ehemaligen Silberschächte und eine Klinik Waldmühle. Der Brunnenbach schickt sein Wasser zur Warmen Bode. Seine Quelle liegt nördlich von unserem jetzigen Standort, wir gehen ihr entgegen bis zu ihrem Abfluss aus dem Silberteich, dem er auch zufließt. Dass es Silberschächte gibt und den Silberteich ist sicher kein Zufall. 

Der Silberteich ist ein Kunstteich, angelegt 1755, und gehört zum Oberharzer Wasserregal, er diente dem Bergbau. Die Wasserkraft aus dem Silberteich half danach dem Braunlager Blaufarbenwerk – ein möglicher Zungenbrecher – heute Waldmühle. Auf der Dammkrone verläuft der Andreasberger Stieg.

Noch einen Anstieg haben wir vor uns und dann geht es ins Odertal, wo wir nach rund 5,2km die Waldgaststätte Rinderstall besuchen. Seit 1870 wurden aus Andreasberg Herden der braunen Harzrinder ins Odertal getrieben. Das Kuh-Mädels musste abends ihre Milch nachhause bringen und die Jungs-Rinder nebst dem Hirten blieben da. Der Rinderstall war ihre Sommerresidenz. Was man heute baulich sieht, ist nach dem letzten Brand entstanden und aus dem Jahr 1986. Kein Fahrweg führt her!

Wir wandern nach einer leckeren Rast die Odertalstraße gen Süden, wechseln die Uferseiten zweimal und biegen in den Schloßkopfweg, queren den Magdgraben, kommen südlich am Schloßkopf (624m) vorbei und zum Parkplatz nahe der Lausebuche zurück.

Bildnachweis: Von Akelei [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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