Siegen-Langenholdinghausen

Der Siegener Stadtteil Langenholdinghausen, im hiesigen Platt Hollekusse genannt, liegt weit ab vom geschäftigen Zentrum im Meiswinkeltal westlich von Geisweid. Der Ort hat sich seinen ländlichen Charme bewahrt, und ein Spaziergang durch den alten Ortskern lohnt sich. Fast dreißig alte Fachwerkhäuser, die aus der Zeit zwischen 1500 und 1800 stammen, sind hier noch erhalten und liebevoll restauriert. Eine sehr aktive Dorfgemeinschaft ist darum bemüht, das attraktive Dorfbild auch für die Zukunft zu erhalten.

Eine der Sehenswürdigkeiten des Dorfes, die hier besonders herausgehoben werden soll, ist das alte unterschlächtige Wasserrad. Immerhin 3,5 PS stark trieb es ursprünglich den Maschinenpark einer Schreinerei an. Wenn der Wasserstand ausreichend hoch ist, kann das Schmuckstück auch heute noch betrieben werden.

Wendet man sich von Langenholdinghausen aus Richtung Südosten, erreicht man nach kurzem Spaziergang das Dorf Birlenbach. Hier ist das Glockentürmchen im Fachwerkstil einen zweiten Blick wert. Im Zentrum des alten Dorfes errichteten die Dorfbewohner das Glockenhaus.

Die Glocke darin stiftete der damalige Superintendent der evangelischen Kirche Kreutz. Er hatte zwanzig Jahre zuvor anlässlich der Einweihung des Friedhofs versprochen, eine Glocke zu stiften, sollte die Gemeinde für ein entsprechendes Glockenhaus sorgen. Bis 1951 war das Glockenhaus dann in Betrieb. Heute ist darin das kleine Heimatmuseum Birlenbach untergebracht, das schwerpunktmäßig über die Geschichte der Landwirtschaft im Ort berichtet. Passend dazu wurde neben dem Glockenturm ein Backes (Backhaus) gebaut.