Seenwanderung im Neckartal (Wernau-Köngen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑254m  ↓254m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wendlingen am Neckar liegt rund 20km südöstlich von Stuttgart, an der Mündung von der Lauter in den Neckar. Wir wandern von Wernau und den Wernauer Seen aus durch das Neckartal mit den Naturschutzgebieten Wernauer Baggerseen und Neckarwasen. Wir treffen den Hüttensee, lernen Köngen westlich des Neckars kennen, mit Römerpark und Römermuseum sowie ein Stück Wendlingen und dessen Naherholungsgebiet Schäferhausener See.

Das Auto stellen wir auf den Freibadparkplatz in Wernau, bei den Sportstätten an der Köngener Straße. Gegenüber ist der Neue See, entstanden durch Kiesabbau, der Alte See ist beim Freibad. Ansonsten gibt es hier Tennis, Golf, Eisstadion, einen Biergarten. Wir wandern an den Neckar und da grenzt eine Teststrecke Wernau der Daimler GmbH an.

Die Wernauer Baggerseen sind ein 32ha großes Naturschutzgebiet und ein wertvoller Lebensraum für Tiere, die Seen zur Rast oder Brut brauchen. Über 200 Vogelarten konnten bisher hier gezählt werden.

Das Naturschutzgebiet legt sich zusammen mit dem von Neckarwasen (13ha), das wir als nächste streifen. Es gilt auch als ein wertvolles Ausgleichsgebiet im verdichteten Raum, hält Grundwasser, bietet Rast- und Brutplatz und sorgt für Luftreinigung.

Der nächste See lässt nicht lange auf sich warten und heißt Hüttensee. Der 2,5ha große Hüttensee wird von einem Fischereiverein bewirtschaftet, der Infotafeln zu den Fischen aufgestellt hat. Eine gastronomische Fischerhütte ist auch da. Auf der anderen Neckarseite ist ein Klärwerk.

Wir sind an der B313 (Köngen Nord), kommen beim Pumpwerk über die Seebrücke, die Bundesstraße und via Gottlieb-Daimler-Straße nach Köngen, das übrigens ein Schloss mit Wurzeln aus dem 13. Jahrhundert hat. Köngen liegt an der Neckarlinie des Obergermanischen Limes, wo der Lautertal-Limes abzweigt und der Ort ist Start-/oder Endpunkt der Römerstraße Neckar-Alb-Aare.

Wir wandern durch den kleinen Park Alter Friedhof gegenüber der evangelischen Peter und Paul Kirche (1512). Dann kommen wir zu einem Kreisel mit der Nachbildung der Jupitergigantensäule von Hausen an der Zaber in der Mitte. Die echte entstand in der Zeit um 200. Sie gilt als eine der besten erhaltenen Säulen dieser Zeit. Durch die Goethestraße wandern wir in den Römerpark, wo noch eine Nachbildung einer Jupitergigantensäule zu sehen ist, diesmal die von Walheim (2./3. Jahrhundert), sie ist nicht ganz so gigantisch wie die andere.

Das Kastell Köngen war wohl von 85/90 bis ins 3. Jahrhundert belegt. Das Kohortenkastell umfasste rund 2,4ha. An der Südseite ist ein rekonstruierter Kastellturm. Das Römische Museum mit archäologischem Park zeigt etliche Funde der Ausgrabungen. Wir queren den Park, die B313, eine weitere Kreuzung und per Ulrichsbrücke den Neckar. Rechterhand ist die kleine Neckarinsel Köngen Wendlingen im Flusslauf. Dann lassen wir den Neckar links von uns fließen und wandern nah am Ufer entlang.

Rechts ist die Schäferhauser Straße und wir kommen zum Naherholungsgebiet Schäferhausener See. Das idyllische Fleckchen wird gern besucht und lädt zum Relaxen. Über die Kanonenbrücke queren wir die Lauter, die kurz drauf in den Neckar fließt. Wir kommen dann am Klärwerk Wendlingen vorbei. Wir kreuzen die Neckar-Alb-Bahn und machen uns ein wenig aufwärts, mit Gärtchen, Wiesen und Feldern, bevor es nach Wernau wieder hinab geht. In Wernau kommen wir an der St. Erasmus Kirche vorbei, die sich als Ensemble aus alt (12./13. Jahrhundert) und neu (1963) präsentiert. Über das Pfauhäuser Brückle kommen wir über den Neckar zurück zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Roland [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort