Schwäbisch Gmünd: Remstal, Stadtwald und Himmelsgarten


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑206m  ↓206m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Schwäbisch Gmünd führt den Slogan: Zwischen Himmel und Erde. Für den Himmel steht der Himmelsstürmer pate, der markante fast 40m hohe Aussichtsturm im Himmelsgarten Wetzgau, der zur Landesgartenschau 2014 ins Baden-Württembergische Azur geschraubt wurde – und das recht eindrücklich, muss man den Architekten und Erbauern lassen. Die Erde wird durch das Gebiet an Rems und beim Stadtgarten nebst Altstadt gebildet.

Die Remsbahn in Schwäbisch Gmünd ist Start und wir bringen uns in Gartenstimmung mit einer Runde durch den Remspark, durch den die Rems (Neckarzufluss,78km) fließt, der Stadtpark grenzt an, in dem das Congress Centrum steht. Brunnen, Kunst und Gastronomie laden ein, der Josefsbach mündet in die Rems, bei der Josenbrücke, beim Garten der Partnerstadt Faenza und dem Forum am Gold- und Silberplatz.

Ab dem 17. Jahrhundert erlangte das Gold- und Silberhandwerk in Schwäbisch Gmünd seine Blüte. Das Forum Gold und Silber wurde 2014 fertig und bildet eine sehr interessante „kubische“ Brücke zwischen Historie und Moderne. Man achte auch auf die Reste einer einstigen Zwingermauer.

Wir überqueren zwei Remsarme, die Remsbahn, gehen die Lindenfirststraße und stellen uns auf Anstieg ein, mit der Taubentalstraße. Dann queren wir den Gmünder-Einhorn-Tunnel, der die B29 versteckt, und biegen bei einem Limesdenkmal in den Goldschmiedsweg. Wir sind im Stadtwald Taubental und sicher nicht allein. Hier sind einige thematische Wege angelegt. Unserer führt uns zum Kletterwald Skypark.

Im Himmelsgarten Wetzgau lauert an allen Ecken Kurzweil. Das Gartenschaugelände auf der Hochfläche von Wetzgau zeigt natürlich Gärten, Kunst, Streuobstwiesen, Teich- und Wasserspielplätze, ein Grünes Trauzimmer, ein Arboretum, Sonnenuhr und weitere Elemente.

Der alles überragende Turm ist klasse, die Besteigung ein Ereignis, da gibt’s viel zu gucken, von innen wie außen. Der Aussichtsturm Himmelsstürmer wurde mit über 3.700 Lärchenholzschindeln und, nach oben hin vermehrt, über 1.300 Spiegelkacheln, verkleidet. In himmlischer Höhe nimmt dadurch der Anteil an Himmelsblau zu, wenn der Himmel blau ist. Schöne Idee! Der Turm misst 38,6m und hat 209 Stufen. Auf dem Weg zur Plattform gibt es Bänkchen. Es wird immer lichter durch immer mehr Öffnungen.

Am Weleda-Zentrum (Naturkosmetik) vorbei trennen wir uns von der Himmelshöhe, wandern mit Wald, östlich Feld, westlich Deinbach/Rotenbach, um Wustenriet, das linkerhand ist. Dann kommen wir in die südlichen Pfadwelten des Stadtwalds Taubental, bewandern: Breitwiesenweg, Nepperbergweg, Sebastian-Kneipp-Weg und biegen ab zum Wallfahrtsziel mit Salvatorkirche.

St. Salvator heißt auch die Straße mit dem Kreuzweg und den Kapellhäuschen. Zum Wallfahrtskomplex zählen die St. Salvator Kirche mit mehreren Kapellen, das Mesner- und Kaplaneihaus. Am Nepperberg soll sich schon vor 1483 eine Kultstätte befunden haben. Wir sehen eindrücklich die Felsenkapelle und was sich daraus als Kirche entwickelt hat. 2017 feierte St. Salvator 400jähriges Bestehen.

Bildnachweis: Von Muck [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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