Schnerzhofer Weiher und Schmutter-Quelle (Rundtour bei Markt Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑211m  ↓211m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Beritt von Markt Wald sind einige kleine und feine Sehenswürdigkeiten im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Markt Wald liegt im südlichen Zipfel des Gebiets, das sich Stauden nennt. Östlich bildet die Wertach eine natürliche Grenze. Dreimal auf und ab wandern wir mit Start am Schnerzhofer Weiher.

Der 17ha große Schnerzhofer Weiher (manchmal auch Rotlachenweiher genannt) liegt am Anfang des Neufnachtals, an der MN9 zwischen Markt Wald und Schnerzhofen. Zum Teil wird im Umfeld des Weihers Fischzucht betrieben. Es gibt auch eine öffentliche Badestelle, die allerdings unbewacht ist. Dem Biber wird Lebensraum geboten und anderen wasserliebenden Tieren und Pflanzen, die sich im Schilf und Mischwald herum wohl fühlen. Je nach Wetterlage und Blickwinkel ergeben sich malerische Aussichten in die Region Unterallgäu bis zu den Alpen.

Das Kirchdorf Schnerzhofen gehört zu Markt Wald. Die hübsche Wallfahrtskapelle St. Antonius von Padua wurde 1681 gebaut, mit einer zentralen Rotunde und zwei unterschiedlich langen Querarmen, auf denen schmuck zwei Dachreiter hocken.

Es geht aufwärts und wieder ab. Durch ein Waldstück wandern wir an die Schmutter-Quelle. Die Schmutter misst 96km und fließt gegenüber von Donauwörth in die Donau. Schmutter aus dem germanischen wird übersetzen mit: die morastige, durch Moor fließende Ache, kommt uns heute in Anbetracht auch schmutterig passend vor.

Wir gehen ein Stück mit dem Bachlauf, queren ihn mehrfach und halten uns gen Westen, mit dem nächsten Ziel, Steinekirch, das wir aufwärts durch einen Waldabschnitt erreichen. Hier steht erhaben die Filialkirche St. Ulrich als spätgotischer Saalbau, wohl um 1500 entstanden. Auffällig ist das hohe schmale Satteldach des Turms und schön ist die Aussicht.

Weiter wandern wir nach Anhofen durch abwechslungsreiche Kulturlandschaft und an einer Mariengrotte vorbei. In Anhofen mit der Neufnach ist die Kapelle Unserer Lieben Frau (um 1700) und wird verniedlicht auch „Käppele“ genannt, zu Recht.

Jetzt folgen wir der Betriebsamkeit nach Markt Wald aufwärts und treffen dort auf das Schloss Markt Wald am Westhang des Neufnachtales. Es scheint wie aus einem Märchen aufgetaucht, mit den glänzenden Kuppeln auf den Türmen, auf denen gusseiserne Geweihe stecken. Das ehemalige Schloss und die später Fürstlich Fuggersche Oberförsterei geht auf einen Vorgänger von 1525 zurück. Was man sieht, stammt aus den Jahren 1747/48. Hübsch sind auch die Malereien um die Fenster.

Die Kirche in Markt Wald (Ende des 15. Jahrhunderts) ist Mariä Himmelfahrt geweiht, steht südlich beim Friedhof, an dem wir nicht direkt vorbeikommen. Vom Ortsausgang bis zum Ausgangsort ist es noch rund 1km.

Bildnachweis: Von Flussar [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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