Türkheim-Altstadtrunde und Abstecher ins Wertachtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑157m  ↓157m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Türkheim, ein Markt am Südrand des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder, hat 7 Gemeindeteile und einen blauen Faden, am östlichen Rand: den Lech-Zufluss Wertach, der mit Quellbach auf insgesamt 141 Kilometer Länge kommt. Türkheim hat einige sakrale Baudenkmäler wie die Kirche Mariä Himmelfahrt und das einstige Schloss Türkheim, um etwas herauszupicken, drumherum findet sich jede Menge Grün, mal für Golfbälle, mal für Feldfrüchte.

Die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn startet in Türkheim mit Stadtflair, führt ca. 5km durch das Wertachtal mit Naturgenuss und beim Golfclub am Industriedenkmal Alte Ziegelei vorbei mit Aussicht. Der Parkplatz an der Hochstraße nahe Gleis und Keltenweg ist Ausgangsort. Wir halten uns rechts und biegen links in die Bahnhofstraße ein, von dort nach rechts in die Maximilian-Philipp-Straße zum Schlossplatz nebst Schloss und Schlossgarten sowie dem Ludwigstor. Das ist nicht so alt wie es scheint.

Das Ludwigstor wurde 1829 gebaut. König Ludwig I. hatte sich angekündigt und fuhr dann auch hindurch. Seine Majestät genehmigte die Bezeichnung Ludwigstor. An der Stelle war ursprünglich ein Durchgang mit Arkaden, der die Loretokapelle (1683) östlich mit dem Schloss Türkheim westlich verband.

Das Schloss Türkheim entstand ab 1531 und wurde baulich immer mal wieder verändert. Im „Großen Schloss“ ist das Rathaus mit Museum und im „Kleinen Schloss“, 1695 initiiert durch Herzogsgattin Mauritia, ist das Schloss-Café. 1685 gründete Herzog und Schlossherr Maximilian Philipp von Bayern-Leuchtenberg das Kapuzinerkloster mit der Kirche Mariä Unbefleckte Empfängnis (1685). Bis 1972 waren die Kapuziner hier. Die erwähnte Loretokapelle ist ein Teil des Ensembles am Mauritia-Febronia-Platz.

Wir folgen der Grabenstraße, dann der Jakob-Sigle-Straße und gehen über die Wertach. Erst wandern wir den Fasanenweg mit Bebauung und dann nah mit der Wertach zur Linken. Auenwald und Feld begleiten. Wir umrunden einen kleinen Weiher, mit der St2015 überqueren wir die Wertach.

Durch Feldflure und Wiesenstücke wandern wir ansteigend nach Berg. Dort ist die kleine Kapelle St. Wendelin aus dem Jahr 1746. Mehr Höhengewinn erwartet uns durch abwechslungsreiche Landschaft zum Golfclub zu Gut Ludwigsberg. Dort steht als Industriedenkmal der Turm der alten Ziegelei, der um die 100 Jahre alt ist und die Zeit mit einer Portion Glück überstanden hat, wenn man sich so umschaut. 1675 hatte der Herzog Maximilian mit der Ziegelhütte auf dem Ludwigsberg begonnen. Bis 1943 wurden in Türkheim Ziegel hergestellt, dann brannte die Hütte, der Turm nicht.

Wir wandern nach Türkheim hinab, durch die Römerstraße und die Augsburger Straße. Dort kommen wir zur katholischen Kirche Maria Himmelfahrt, die im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt, die Turmuntergeschosse sind noch älter. Die Kirche wurde mehrfach umgestaltet, zuletzt wieder barockisiert. 500m sind es bis zum Ausgangsort oder noch 50 Minuten mit einem Kaffee.

Bildnachweis: Von Richard Mayer [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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