Schloss Lichtenberg (Hessen)

Auf 278m ü. NN erhebt sich noch immer majestätisch das Schloss Lichtenberg in der südhessischen Gemeinde Fischbachtal. Schloss Lichtenberg entstand um das Jahr 1200 und gehörte den Grafen von Katzenelnbogen, beziehungsweise geht vermutlich auf eine Eheschließung einer von Lichtenberg mit dem Grafen einher.

Der Kaisersaal ist aufgrund seiner guten Akustik ein gefragter Ort für musikalische Veranstaltungen. Hier finden die Lichtenberger Schlosskonzerte einen gelungenen Rahmen. Im Kaisersaal wurde die Lehmstuckdecke wieder hergestellt und es sind Bilder des Malers Johannes Lippmann (1858-1935) ausgestellt. Er malte die Odenwälder Landschaften und Menschen gerne in Öl.

Das Heimatmuseum ist im Ostflügel von Schloss Lichtenberg untergebracht. Die Gemeinde Fischbachtal betreut die Ausstellungen. Die Besucher erfahren etwas zum Geopark Bergstraße-Odenwald, die Kleinen und jung Gebliebenen freuen sich an der Schaukelpferd- und Zinnfigurensammlung.

Die Schlossanlage besteht auch noch aus einer Vorburg mit Marstall und Zehntscheune. Dort haben heute die Mieter vom Schloss Unterstellmöglichkeiten. Im Sommer wird der einstige Rentheygarten gastronomisch betrieben und lockt die Besucher. Im Garten ist auch das Christkindlshaus. Der einstige Wachturm ist ein kleiner Spielort für weihnachtliche Angebote für Kinder geworden.

Schloss Lichtenberg ist von Wald und Landschaft umgeben, wobei das Land Hessen damit beschäftigt ist, den Wildwuchs im Schlosspark in Bahnen zu lenken, so dass Sichtachsen auf das Schloss wieder frei werden. Ziel wäre, eine zur damaligen Zeit passende Parkanlage wieder herzurichten. Des Weiteren befindet sich eine restaurierte Schlosskapelle am Schloss Lichtenberg.

Das Bollwerk, als spätmittelalterlicher Batterieturm, steht rund 400m westlich vom Schloss. Es ist rund, hat zwei Geschosse und eine Mauerstärke von fast 6m bei einem Turmdurchmesser von etwa 19m und einer Höhe von 15m. Die Innenräume haben Kuppelgewölbe und man geht von der einen in die andere Etage über eine in die Mauer eingelassene Treppe. Man sieht auch noch den Ausguss- und Aborterker. Oben schließt das Bollwerk mit einem Zinnenkranz ab. Von der Aussichtsplattform hat man einen erhabenen Blick über Lichtenberg, hinüber zum Schloss und in die Landschaft des Odenwalds.

Zu Lichtenberg zählt der Hottenbacher Hof, der sich mehr an Klein-Bieberau der Gemeinde Modautal schmiegt, aber zu Lichtenberg im Fischbachtal gehört. Der historische Hof am Grenzpunkt von einigen Herrschaftsgebieten geht auf das Jahr 1379 zurück. Das Hofgut Hottenbach ist nach wie vor bewirtschaftet.

Die Gemeinde Fischbachtal hat die Fischbach und die entspringt im Modautal in der „Heckenwiese“ von Lützelbach und hat mehrere Quellarme. Der Fischbach fließt der Bärlingsbach zu und der Steinbach, später der Meßbacher Bach, bei Niedernhausen gesellen sich der Nonroder Bach hinzu und der Wolfsgraben sowie weitere im Verauf, wie beispielsweise der Rodauer Bach. Die Fischbach entwässert schlussendlich in die Gersprenz unterhalb von Groß-Bieberau. Die Fischbach trieb einst acht Mühlen an.

Vgwort