Schloss Augustusburg und Heider Bergsee: Brühler Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑155m  ↓155m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nicht Berge und Meer, sondern See und Kultur ist das Motto dieser Rundtour am Rande der Ville im Naturpark Rheinland. Wir beginnen die Wanderung an Otto-Maigler-Wiese am Wasserturmweg in Brühl.

Entlang der Otto-Maigler-Wiese nehmen wir Kurs auf den Heider Bergsee. Der 35ha große Heider Bergsee ist einer der vielen Seen der sogenannten Ville-Seen-Platte. Diese Seen sind allesamt Reste des Braunkohlebergbaus. Dank umsichtiger Rekultivierung hat sich hier im Lauf der Jahrzehnte wieder eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt angesiedelt.

Wir gehen vorbei am Campingplatz Heider Bergsee und dem Strandbad Heider Bergsee und gehen dann unterhalb der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung nach Brühl hinein. An einer größeren Straßenkreuzung geht es nach rechts in die Römerstraße und dann vorbei am Balthasar-Neumann-Platz zum Alten Friedhof, der 1974 in einen Park umgewandelt wurde.

Dann kommen wir über den Heinrich-Fetten-Platz und vorbei an der St. Margaretha Kirche zum Marktplatz. Hier steht die Schlosskirche St. Maria von den Engeln, die 1491-93 erbaut und im 18. Jahrhundert barock überformt wurde.

Die Schlosskirche ist durch eine Orangerie direkt mit Schloss Augustusburg verbunden. Ursprung von Schloss Augustusburg war eine mittelalterliche Burg. Hier ließ der Kölner Erzbischof Clemens August I. von Bayern ab 1725 das Schloss nach Plänen von Johann Conrad Schlaun bauen. Ab 1728 erfolgte die weitere Ausstattung des Neubaus durch den Münchner Hofbaumeister François de Cuvilliés. Balthasar Neumann schuf 1740-46 das Treppenhaus, das als eine der Hauptschöpfungen des deutschen Barock gilt (wenngleich es stilistisch dem Rokoko zuzuordnen ist). 

Zum Schloss Augustusburg gehört der Schlosspark. Die ursprünglich barocke Gartenanlage wurde im 19. Jahrhundert von Peter Joseph Lenné zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet, in den 1930er Jahren aber wieder rekonstruiert. Der Schlosspark gilt wegen seiner sorgfältigen Rekonstruktion als eins der authentischsten Beispiele barocker französischer Gartenkunst des 18. Jahrhunderts in Europa und als Denkmal der Gartenkunst von internationalem Rang. Der heute naturbelassene äußere Teil des Schlossparks mit seinem 300jährigen Baumbestand steht unter Naturschutz.

Auf der Falkenluster Allee sehen wir das zur Schlossanlage zählende Jagdschloss Falkenlust. Beide Schlösser wurden 1984 unter der Bezeichnung Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Vorbei am Schlossparkstadion gehen wir durch die Liblarer Straße zurück zu unserem Startparkplatz. Dabei kreuzen wir den Wasserturm Brühl. Der Wasserturm wird als Event Location genutzt, Restaurant und Biergarten sind an Wochenende aber auch regulär geöffnet.

Bildnachweis: Von Gavailer [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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