Schlüchtsee und Hüsli: Rundwanderung ab Grafenhausen


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑235m  ↓235m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der kleine Schlüchtsee liegt südöstlich des großen Schluchsees. Eine Verbindung, außer der Namensähnlichkeit, besteht zwischen den beiden dadurch, dass die Schwarza in die Schlücht mündet.

Wir sind in der Gemeinde Grafenhausen, der auch ein Luftkurort ist. Der Schlüchtsee wurde künstlich angelegt und wird von der Schlücht durchflossen. Vermutlich wurde er als Fisch- oder Eisweiher genutzt und zwar vom Kloster St. Blasien, das 1791 die Brauerei Rothaus gründete. Da wird ein Bild geweckt, das von dem Schwarzwaldmädel auf dem Tannenzäpfle-Etikett und dem mit Goldfolie umwickelten Flaschenhals.

Die rund 29km lange Schlücht hat ihre Quelle in der Glasmatt bei Rothaus und mündet in Waldshut-Tiengen in die Wutach, südlich von uns. Wir starten in Grafenhausen beim Parkplatz an der Mettenberger Straße und dem kleinen Schafbrunnenbächle im Kurpark Grafenhausen. Wer noch keine kalten Füße hat, kann das beim Wassertretbecken nachholen. Benachbart ist ein kleiner Teich. Auch einen Aussichtspunkt hat man eingerichtet, zudem gibt es einen Skulpturenpark und eine Freilichtbühne. 

Dann durchkreuzen wir Grafenhausen, könnten einen Abstecher zum Mitmachmuseum Schwarzwaldhaus der Sinne unternehmen, und gelangen an die Schlücht, der wir über den Promenadenweg folgen. Der bringt uns zielsicher zum Schlüchtseehof und an den 6ha großen Schlüchtsee, der mit einem Feuchtgebiet nördlich unter Naturschutz steht. Seerosen und Entchen fühlen sich hier wohl. Hochwald steht drumherum und es gibt eine Liegewiese mit einem flachen Strand. Es ist recht idyllisch hier.

Wir wandern entlang dem Ostufer dem Erlebnispfad Schlühüwana. Der etwa 1,7km lange Rundweg bezieht seine Buchstaben aus dem Zungenbrecher Schlüchtsee-Hüsli-Wald-Naturpark. Der verbindet das Heimatmuseum Hüsli mit dem Schlüchtsee und an diesem sind etliche interessante, künstlerisch gestaltete Wurzelfiguren. Den Rohstoff dazu legte Orkan Lothar 1999 um. 

Es ist kurzweilig zum Heimatmuseum Hüsli nahe der Brauerei Rothaus. Das Hüsli wurde 1911 im Stil eines Schwarzwaldhauses erbaut und wer es nicht kennt, der muss nach 1989 geboren sein und öffentlich-rechtliches Fernsehen scheuen. Im Hüsli wohnte die Figur Professor Brinkmann (Klausjürgen Wussow, 1929-2007), jener Chefarzt, der 70 Folgen lang die Schwarzwaldklinik (ZDF) leitete. Übrigens wurden lediglich die Außenaufnahmen im Schwarzwald gedreht. Alles andere war Studio.

Jetzt geht es hinauf per Alpenblickweg, auf den Hichstichweg, wir treffen auf den Dahlienweg und kommen wieder hinab, an den Erlenbach, den wir kreuzen. Von dort bis zum Ausgangsort sind es weitere rund 2,8km mit Wald und offener, kultivierter Landschaft.

Bildnachweis: Von Andreas Schwarzkopf [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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