Durch das wilde Schlüchttal bei Ühlingen (Schwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑505m  ↓505m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Romantisch oder wild und tief eingeschnitten, verwunschen mit dem Wort Naturidyll versehen, so trifft man einige Beschreibungen der zahlreichen Naturschutzgebiete im Schwarzwald – und recht haben sie, besonders romantisch ist es im Schlüchttal, das wir heute zwischen Ühlingen und Grafenhausen erwandern werden. Die Schlücht ist mit knapp 29km der größte Nebenfluss der Wutach und die ist ja bekanntermaßen auch nicht ohne. Im Schlüchttal sind grandiose bis zu 100m hohe Felsformationen zu bestaunen und lecker einkehren können wir in der Tannenmühle.

Von 643m in Ühlingen-Birkendorf geht es hinauf auf rund 922m bei Mettenberg und dann sacht wieder hinunter durch das Schlüchttal. Im Ortskern von Ühlingen der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf geht’s los in nördliche Richtung und über den Oberhauweg. Der bringt uns zum Finsterbach und auf den Finsterbachweg durch den Wald in den Beritt von Seewangen. Wir gehen kurz ein Stück die Straße zwischen Seewangen und Hürrlingen, biegen von dieser recht bald in westliche Richtung wieder ab. 

Nächstes kleines Ziel ist Kaßlett zwischen Mettenberg und Buggenried. Die kleine Ansiedlung Kaßlet lassen wir rechts liegen und kommen zur K6502, in die wir rechts einbiegen. Wir umgehen Mettenberg, kommen über den Sportplatzweg an einem Gefallenendenkmal vorbei, sind etwa auf dem höchsten Punkt der Runde, wandern wieder in den Wald und freuen uns auf die Pause an der Tannenmühle. 

Hier lässt es sich ein wenig verweilen, es sei denn, man mag andere Menschen nicht. Denn die Museumsmühle ist recht beliebt und hat einiges zu bieten, für die Kinder einen Streichelzoo und für die Hungrigen, das was man nicht so gerne streichelt, auf dem Teller. Die Tannenmühle hat eine eigene Forellenzucht! Wir erfahren, dass die Tannenmühle bis 1832 unterhalb von Mettenberg im Tal gestanden hat, bevor sie wegen Wassermangel hierher umgezogen ist. Bis 1954 war der Müllermeister Bachnagel tätig, gab das aber auf, zugunsten einer Gastwirtschaft, die mehr Einkünfte versprach. Die Rechnung scheint aufgegangen. 

Ab jetzt folgen wir der Schlücht mit ihrem Wasserlauf durch ihr hübsches Tal mit artenreicher Flora und Fauna. Dabei geht es leicht bergab und wir kommen nahe einer alten Feldspatmine vorbei, treffen bei einem Campingplatz auf Gastronomie sowie die Straße Im Tal und überqueren die Schlücht, sind bei der Igelschlatter Säge und kommen zum Naturena Badesee an der Schlücht. Südwestlich von Birkendorf überqueren wir die Schlücht erneut, bleiben ihr treu und kommen auf dem Holzweg nach Ühlingen zurück.

Bildnachweis: von Schermuuser (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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