Rupperath

In einem Handbuch aus dem Erzbistum Köln wird die Lage von Rupperath beschrieben, als ein Ort, der zwischen den Flüssen und Bächen Ahr, Laubach und Mutscheider Bach auf einem Feld (rupes) gelegen ist und dem kargen Boden abgerungen wurde und auch die Pfarrei eine eher ärmliche sei. Rupperath wäre drei Gehstunden von Münstereifel entfernt und eine Stunde von Dümpelfeld. Der heutige Wanderer mag das gerne einmal vermessen.

Rupperath wurde erstmalig 1054 erwähnt und die zugehörige Kirche fand 1173 in den Büchern Niederschlag. Die heutige katholische Pfarrkirche St. Peter konnte 1905 eingeweiht werden. Der harmonisch schmucke Bau ist das Ergebnis zielgerichteter Kalkulation und langer Beharrlichkeit bei der Ausstattung, die nach und nach erfolgte. Die Kirche St. Peter entstand in neoromanischem Stil aus Backsteinen, die verputzt wurden, ausgenommen der Gliederungselemente. Die Saalkirche hat einen runden Chor und einen viergeschossigen Turm, der durch Lisenen und Rundbogenfriese gegliedert ist und ein rundbogiges Westportal.

Rupperath wird auch als Handweberdorf bezeichnet. Der alten Kunst, die wohl zahlreiche Familien über Wasser hielt, wird mit dem Handwebmuseum gedacht. Dort kann man noch das Spinnrad drehen und den Webstuhl klappern lassen. In den Räumlichkeiten wird ein Querschnitt der Handwebkunst gezeigt und kleine Geschenke oder umhüllende Messgewänder können hier noch hergestellt werden. Das Museum ist barrierefrei eingerichtet worden.

Südwestlich von Rupperath am Buchholzbach, der bei Schuld in die Ahr mündet, liegt mit der Buchholzbacher Mühle das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Der Wohnplatz ist auch Prärie für einige Westernpferde und Reiter.