Rundwanderung zum Egglburger See und zum Aussichtsturm Ebersberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑298m  ↓298m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nördlich von Ebersberg bei München erstreckt sich mit dem rund 90 Quadratkilometer großen Ebersberger Forst eines der größten zusammenhängenden, wohnbebauungsfreien, Waldgebiete in Deutschland.

Die abwechslungsreiche Runde bringt uns durch einen Teil von Ebersberg, mit der Ebersberger Weiherkette, zum Egglburger See, der mit der Vogelfreistätte unter Naturschutz steht, durch den Wald, durch den schnurgerade Wege führen, hinauf zur Ludwigshöhe (618m) mit Aussichtsturm sowie Museum Wald und Umwelt.

Vom Bahnhof Ebersberg schlagen wir den Weg in die Altstadtpassage ein. An der Vierflügelanlage Im Klosterbauhof aus dem 15. und 19. Jahrhundert vorbei, gelangen wir zum Ensemble Marienplatz im historischen Ebersberger Klosterbezirk. Die einstige Klosterschenke ist heute das Rathaus. Im Kern ist das dreigeschossige Gebäude unter einem großen Krüppelwalmdach aus dem Jahr 1529. Es zeigt sich mit zierlichem Erker und Schlagläden. Vor dem Rathaus steht die Mariensäule.

Durch die Eberhardstraße gehen wir am Rathaus Ebersberg vorbei und biegen in die Raiffeisenstraße ein. Ziel ist der Klostersee und der Kleine Weiher. Hier fließt die Ebrach, 23km lang, als Moosbach in der Flur Egglsee startend und bei Wasserburg-Attel in die Attel mündend. Wir treffen dann auf den Langweiher als dritten der sieben Gewässer der Ebersberger Weiherkette.

Entlang des Weihers, durch Bäume und über Wiese gelangen wir nahe der Ebrach zum Seeweberweiher und gleich drauf zum Egglburger See. Der ist mit 3km Umfang der größte der sieben Ebersberger Weiher und gehört zum Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Eggelburger See. Die gefiederten Freunde freuen sich über den mit etwa 2m Tiefe flachen See, denn hier können sie im Uferbereich brüten, die Kleinen zu Wasser und Luft lassen.

Wir gehen durch den Weiler Egglsee, kommen an St. Michael vorbei durch den Weiler Hinteregglburg. Im 11. Jahrhundert gab es auch mal eine Egglburg, von der sich lediglich ein Burgstall erhalten hat. Nach etwa 4,8km gehen wir in den Ebersberger Forst und über den Weg „Hohenlindner Grenz Geräumt“ kommen wir zum Forsthaus St. Hubertus mit Biergarten.

Die nächsten 2,5km durch den Forst gewinnen wir 60 Höhenmeter und sind auf der Ludwigshöhe (618m). Dort steht der 35m hohe Aussichtsturm Ebersberg. Von oben hat man Ausblick bis ins Allgäu. Im Museum Wald und Umwelt, geht es u. a. um die Aspekte der Waldwirtschaft.

Abwechslungsreich geht es zum Klostersee zurück, die restlichen Weiher der Ebersberger Weiherkette wollen wir auch noch auf die Kette kriegen: links von uns ist der Schauberger Weiher. Wir kommen auf den Haselbacher Weg zum Kleinmühlweiher und dann zum Kumpfmühlweiher. Von der Wasserburger Straße aus geht es durch die denkmalgeschützte Jesuitengasse, einer Allee mit uralten Bäumen und Wallfahrerweg sowie Klostergarten und Gärtnerhaus (17. Jahrhundert).

Kurz vor Ende der Runde steht die St. Sebastian Kirche, die bis 1808 Klosterkirche war. Ihr Ursprung liegt im Jahr 970 und Grund für Wallfahrten war die Hirnschale des Märtyrers Sebastian, die ist Teil eines dort verehrten silbernen Büstenreliquiars. Die Kirche erlebte vielfach Änderungen und erstrahlt im Inneren im Stil des Barock. Sehr schön ist auch das Tonnengewölbe mit Ausmalungen.

Bildnachweis: Von Hihiman [GFDL] via Wikimedia Commons

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