Rundwanderung von Bad Harzburg zum Romkerhaller Wasserfall und den Kästeklippen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑803m  ↓803m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Einige Höhenmeter liegen bei dieser nicht eben anspruchslosen Wanderung vor uns und auch einige Highlights, im wahrsten Sinne des Wortes. Um uns über diese und andere Erscheinungen im Naturpark Harz zu informieren, bietet sich ein Besuch im „Haus der Natur“ im Kurpark an, dort ist auch unser Start. Wir werden Klippen begegnen, Tälern, dem Wasserfall im Königreich und können Gastronomie genießen.

Am Haus der Natur südlich im Städtchen Bad Harzburg mit dem Burgberg östlich sowie einer Seilbahn, beginnen zahlreiche Wanderwege. Unserer wendet sich gen Südwesten und in Richtung Oker. Wir gehen an der Herzog-Julius-Klinik vorbei entlang der Kurhausstraße, von dort in die Waldstraße und biegen nach links in den Ahrendsberger Weg ein.

Rechts von uns ist der Papenberg mit 408m. Ziel sind die Ahrendsberger Klippen auf 586m. Die Wanderung führt uns durch den Harzer Wald zur Schutzhütte Brockenblick. Südlich ist der Diabas-Steinbruch Huneberg, dessen Areal wir am Kleiner Steffentalskopf (648m, rechts von uns) auch streifen. Diabas ist ein Sammelbegriff für basische Gesteine.

Durch das Hunetal kommen wir zum Waldpädagogikzentrum Ahrendsberg am südlichsten Zipfel unserer 22,2km langen Runde. Hier kann sich die Jugend im Wald austoben, sinnvoll gesteuert während Projekten oder Klassenfahrten. Wir gehen von dort in nordwestliche Richtung zu den Ahrendsberger Klippen mit der Halleschen Hütte (Stempelstelle Harzer Wandernadel), wobei wir am Großen Ahrendsberg vorbei kommen. Die Ahrendsberger Klippen liegen über dem Okertal und sind aus Granit. Circa 200 Höhenmeter trennen sie vom Flussbett.

Ein Auf und ein Ab - nach Romkerhalle, geht es nun steil abwärts ins „kleinste Königreich der Welt“. Das Königreich besteht aus einem Hotel und Restaurant und wurde bei einer Gebietsreform vergessen, so dass der Eigentümer auf die Idee kam, sein Königreich auszurufen, mit eigener Währung, wobei er auch Euros akzeptiert.

Hier ist auch der Romkerhaller Wasserfall. Ein Kunstgriff sozusagen, denn er ist nicht natürlichen Ursprungs. Mit seiner etwa 64m Fallhöhe an der felsigen Ostflanke im Okertal unterhalb der Anhöhe Kleiner Romke (442m) wurde er 1863 angelegt, um ein weiteres touristisches Ziel darzustellen. Die Rechnung geht insofern auch heute noch auf, da Romkerhalle ein beliebter Ausgangsort für Wanderer, Kletterer und Stempelsammler ist.

Man ahnt es schon, wenn man im Tal ist und gerade mal so die Hälfte des Weges hinter sich hat: man muss wieder rauf. Nach einer Stärkung begeben wir uns zum Aufstieg zu den Kästeklippen auf dem 605m hohen Huthberg. Hier begegnen wir dem Alten vom Berge, einem bemerkenswert profiliertem Felsen. Auch das Kästehaus bei den Kästeklippen bietet Stärkung an.

Ab jetzt geht es vornehmlich hinunter über die Kästestraße in den Steinbrecherweg, am Kreuzungspunkt Rosendreieck ins Hessental und dort in die Goldbergstraße. Hier, fast am Ende der Runde, bietet das Café Goldberg ebenfalls Gelegenheit für Speis und Trank bei schöner Aussicht. Dann geht es durch das Gelände eines Golfplatzes, unter anderem über den Weg „Am Stadtstieg“, an einem Wildgehege vorbei und zurück zum Kurpark.

Bildnachweis: Von C.Mezzo-1 [GFDL], via Wikimedia Commons

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