Rundwanderung von Abtsgmünd zum Schloss Fachsenfeld (Schwäbische Alb)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑254m  ↓254m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Rundwanderung im Osten der Schwäbischen Alb startet am Rathaus in Abtsgmünd, einem anerkannten Erholungsort im Ostalbkreis. Vom Rathaus aus folgt man zunächst ein Stück der Lein, die in Abtsgmünd in den Kocher mündet. Dann erfolgt der Anstieg zur Olgahöhe, wo die 1885 erbaute Lourdeskapelle steht. Die Abtsgmünder Lourdeskapelle wurde im neuromanischen Stil mit achteckigem Grundriss und Apsis erbaut.

Weiter geht es nach Leinroden im Tal der Lein. Hier passiert man die evangelische Renaissance-Kirche, die 1604 inmitten des Friedhofs erbaut wurde. Man quert die Lein und wandert weiter nach Rodamsdörfle. Hier gibt es eine kleine Kapelle, deren Kern bereits im 12. Jahrhundert errichtet wurde.

Nächster Ort an der Wanderstrecke ist Fachsenfeld, ein Ortsbezirk von Aalen. Blickfang in Fachsenfeld ist Schloss Fachsenfeld aus dem 16. Jahrhundert. Schloss Fachsenfeld mit seinen Wirtschaftsgebäuden wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem anschließenden Wiederaufbau brannte es 1699 aus. Nachdem es 128 Jahre leer stand, erwarb es 1827 der Oberjustizrat Wilhelm von König-Warthausen und ließ es über drei Jahrzehnte umbauen und erweitern.

König-Warthausen erweiterte Schloss Fachsenfeld um einen Gartensaal, eine Aussichtsterrasse, ein Jagdzimmer und einen Speisesaal. Es entstand der heutige Schlosspark, der fast acht Hektar umfasst und zu den schönsten Landschaftsparks in Deutschland zählt. 1905-07 wurden die Jugendstil- und Galerieräume erneut ausgebaut. 1982 gründete Freiherr Reinhard von Koenig-Fachsenfeld die Stiftung Schloss Fachsenfeld, die das Schloss für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Seit 2000 finden im Schloss Ausstellungen, Konzerte und Lesungen im Rahmen der jährlich stattfindenden Königswege statt.

Hinter Schloss Fachsenfeld kommt man zur evangelischen Kirche Fachsenfeld. Sie wurde 1591 erbaut und war nach der Schlosskirche in Stuttgart die zweite rein evangelische Kirche in Württemberg. Das überlebensgroße Sandsteinkruzifix am Altar ist von einem Aalener Steinmetz aus einem Stück gearbeitet und stammt aus der Erbauungszeit der Kirche.

Von Fachsenfeld geht es hinab ins Kochertal. Hier wurde in den Kocherwiesen der Torso-Weg eingerichtet. Zwölf Sandstein-Torsi begleiten den Kocher und bilden ein gelungenes Zusammenspiel aus geformter Kunst und unberührter Natur.

Hinter dem Torso mit dem Namen Courage knicken wir ab und verlassen das Kochertal, um noch einen Abstecher zum Laubach-Stausee zu machen. Das 1ha große Rückhaltebecken ist von einem Rundweg eingefasst. Ein Wanderheim des Schwäbischen-Albvereins und ein öffentlicher Grillplatz machen den Laubach-Stausee zu einem beliebten Freizeitplatz in Abtsgmünd.

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