Rundwanderung vom Härtsfeldsee zum Englischen Wald (Dischingen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑358m  ↓358m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Gemeinde Dischingen nennt sich in der Erweiterung: auf dem Härtsfeld. Der Härtsfeldsee ist eines unserer Ziele. Das Härtsfeld, das „harte Feld“, ist eine Hochfläche im Osten der Schwäbischen Alb und Dischingen ist die östlichste Gemeinde Baden-Württembergs.

Naturräumlich sind wir größten Teils in der Ries-Alb. Die Familie Thurn und Taxis war in der Gegend auch aktiv, davon zeugt das Schloss Taxis beim Englischen Wald, in dem wir eine kurzweilige Runde drehen werden.

Wir starten im Hauptort der Gemeinde, in der Talsohle der Egau, in Dischingen am Härtsfeldsee, durch den die Egau fließt, der vom Katzenbach umsäumt wird und wo nahe unserem Parkplatz das Naturschutzgebiet Fliegenberg-Kahlhof anschließt. 11,5ha hat der Härtsfeldsee, der als Hochwasserrückhaltebecken seit 1972 seinen Dienst tut. Die Trasse der stillgelegten Härtsfeldbahn kommt auch längs. Im See sind Kinderstuben schützenswerter Vögel auf kleinen Inseln.

Wenn wir um West- und Nordufer spaziert sind, treffen wir nochmal den Katzenbach und wandern bergauf an den Ortsrand von Katzenstein. Wer mag, macht einen Abstecher zur Stauferburg Katzenstein (1099) mit romanischer Burgkapelle, einem romantischen Innenhof und einem Museum. Seit 2015 ist Burg Katzenstein eine Infostelle im Geopark Schwäbische Alb.

Via Schrezheimer Straße wandern wir mit Baumbegleitung nach Schrezheim, von Feldflur umgeben. Unser nächstes Ziel ist der Karlsbrunnen, eine Naturbrunnenanlage mit kleinen Wasserfontänen. In der Nachbarschaft sind Fischteiche und ein Zeltplatz.

Nun geht es zum Englischen Wald, oberhalb von Dischingen und beim Schloss Taxis. 1781 kaufte Fürst Anselm von Thurn und Taxis einen beträchtlichen Teil des Dischinger Gemeindewaldes. Im Stil englischer Landschaftsparks, wo man meint, es hätte niemand Hand angelegt, wurde gestaltet. Kastanienalleen führen immer zum Schloss und wer auf einer Lindenallee wandelt hat eine Lustbarkeit zum Ziel. Von einstigen Bauten hat sich der Rest eines Schießstands und einer Klause erhalten. 

Wir kommen an einem Seerosenteich vorbei und verlassen den Englischen Wald. Das Schloss Taxis mit mehreren Gebäuden als Sommerresidenz am Standort der einstigen Burg Trugenhofen gebaut, liegt südlich des Englischen Walds und ist nicht zu besichtigen.

In Dischingen kommen wir am Heimatmuseum mit einer geologischen und einer bäuerlichen Abteilung vorbei und wandern zum Marktplatz. Maßgeblich prägt die Kirche St. Johann Baptist das Ortsbild. Man sieht ihren 48m hohen Turm bereits aus der sanft hügeligen Umgebung herausragen. Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis ließ diese Kirche 1771 errichten mit Elementen des späten Rokokos und des frühen Klassizismus. Sie ist ganz schmuck geraten, ausgewogen, möchte man sagen.

Wir wandern einmal im Karree links und rechts der Egau und kommen durch das Egautal zum Härtsfeldsee zurück.

Bildnachweis: Von Manfi.B. [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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