Rundwanderung in den Tegeler Forst (Berlin)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑81m  ↓81m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Tegeler Forst ist ein Waldgebiet im Nordwesten Berlins. Wir starten unsere Rundwanderung ins Grüne an der U-Bahn-Station Alt-Tegel der Linie U 6 (von Tempelhof über Kreuzberg und Stadtmitte durch den Wedding hinauf nach Tegel).

Durch die Straße Alt-Tegel spazieren wir an der Tegeler Dorfkirche vorbei zum Tegeler See. Hier folgen wir der Greenwichpromenade ein Stück, vorbei am Pavillon am See zur Sechserbrücke. Die Sechserbrücke überspannt die Zufahrt zum Tegeler Hafen und das Tegeler Fließ. Bevor die Sechserbrücke 1909 errichtet wurde, musste man mit einem Boot übersetzen und dafür einen Sechser berappen (was fünf Pfennige waren, aber wir wollen die Sache nicht verkomplizieren).

Am Ende der Sechserbrücke halten wir uns links und spazieren auf dem Uferweg zum Großen Malchsee. Man kommt an einem Kunstwerk vorbei (der archaische Erzengel) und genießt dann den Blick auf die ankernden Boote und das spiegelnde Wasser der Großen Malche, der nördlichsten Bucht des Tegeler Sees.

Wir folgen dem Uferweg und machen nur einen kleinen Abstecher nach rechts, um die Dicke Marie zu besuchen. Die Dicke Marie ist eine Stieleiche und gilt als ältester Baum Berlins – man vermutet, er sei 900 Jahre alt. Den Namen erhielt die Dicke Marie von den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, die auf Schloss Tegel aufwuchsen und den dicken Baum nach der Köchin des Hauses benannte.

Auf Höhe der Waldhütte stoßen wir auf eine Straße, der wir nach links folgen. Wir spazieren weiter zur Halbinsel Reihenwerder. Hier ließ Ernst Borsig, seinerzeit einer der größten Lokomotivenbauer der Welt, 1911-13 ein Herrenhaus bauen, das bis 1937 zum Wohnsitz der Familie wurde. Heute wird die Villa Borsig als Gästehaus des Bundesaußenministers genutzt und in neu errichteten Gebäuden arbeitet die Akademie Auswärtiger Dienst.

Wir laufen weiter vor bis zu einem kleinen Badestrand auf Höhe des Restaurants Toulouse du Lac. Hier halten wir uns rechts und kommen zu den Wildgehegen im Tegel Forst. Wildschweine, Muffelwild und Damwild können hier beobachtet werden.

Nun wandern wir mitten durch den südlichen Teil des Tegeler Forsts. Wir stoßen dabei auch auf den vermeintlich höchsten Baum Berlins, eine Lärche, die 1795 gepflanzt wurde und gute 43m hoch ist.

Weiter geht es bis kurz vor die Heiligenseestraße. Jetzt halten wir uns rechts und wandern durch die sogenannte Referenzfläche. Die 90ha große Referenzfläche im Tegeler Forst ist ein Gebiet, in dem die Waldfläche sich selbst überlassen bleibt und der Beobachtung dient.

Nachdem der Schwarze Weg passiert ist, geht es steil nach rechts und wir spazieren in den Schlosspark Tegel und zur Grabstätte der Familie Humboldt. Hier sind u.a. die beiden bekannten Forscher Alexander und Wilhelm von Humboldt bestattet.

Schloss Tegel selbst wurde im 16. Jahrhundert errichtet und 1820-24 durch den preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel klassizistisch umgestaltet. Noch heute wohnen die Nachfahren der Humboldts im Schloss Tegel.

Wir verlassen den Schlosspark über die Adelheidallee und kommen mit einem kleinen Abstecher am Tegeler Hafen vorbei wieder zurück zur U-Bahn-Station Alt-Tegel.

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