Rundwanderung im Oberen Ilztal (Fürsteneck im Bayerischen Dreiburgenland)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑506m  ↓506m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Region Ilztal kombiniert sich touristisch als Ilztal und Dreiburgenland im Bayerischen Wald. Eine dieser drei Burgen ist das Schloss Fürstenstein und das liegt westlich unserer Runde und der Ilz. Wir sind heute bei einem ähnlich klingenden Schloss unterwegs: das Schloss Fürsteneck im Ilztal.

Die Wanderung teilt sich in zwei etwa 6km lange Runden und in beiden ist ein merklicher Anstieg und in beiden sind Flusslandschaften, östlich die Wolfsteiner Ohe, die der Ilz zufließt, westlich die Ilz.

Wir starten an der Aumühle, südlich in Fürsteneck, wo von der Wolfsteiner Ohe ein Arm mit Triftsperre zu einem E-Werk abgezweigt wurde und überqueren den Arm sowie die Wolfsteiner Ohe. Die Wolfsteiner Ohe bildet sich in der Schlucht Buchberger Leite aus dem Saußbach und dem Reschbach, bevor sie nach 22km in die Ilz mündet, die auch schwarze Perle des Bayerischen Waldes genannt wird.

Unser nächstes Ziel ist das Schloss Fürsteneck, das malerisch in einem Bogen der Wolfsteiner Ohe liegt. Schloss Fürsteneck wurde um 1190 vom Passauer Fürstbischof Wolfger von Erla gegen die bayerischen Herzöge errichtet, im 16. Jahrhundert fanden Renovierungen statt, 1745 wurde die Schlosskapelle gebaut, ab 1814 wurde gebraut und heute kann man sich immer noch an dem schönen Ort gastronomisch verwöhnen lassen. Wir sind beeindruckt vom mittelalterlichen Torturm mit Durchfahrt, der Bergfried stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Schlosskapelle wird als Pfarrkirche St. Johann Baptist genutzt. Auch vor Ort ist die Ilz-Infostelle des Naturparks Bayerischer Wald.

Wir gehen den Triftsteig, kommen an einer Kläranlage vorbei durch Wiesmühle, einem E-Werk mit angestauter Wolfsteiner Ohe, die für die nächsten Schritte unser Begleiter sein wird. Es geht in die Natur und bergauf zur Wilhelmsreuter Triftsperre, wo wir nach rund 3,5km gesamt diesen Bach verlassen und durch den Wald aufsteigen.

Wir wandern dann aus nördlicher Richtung nach Fürstenberg hinein und zurück an die Wolfsteiner Ohe, dort wo sie ihre Geschicke der Ilz übergibt und das Naturschutzgebiet Obere Ilz ausgerufen wurde, das die Bachaue flankiert.

Nun folgen wir der zweiten Schleife der abwechslungsreichen Wanderung, jetzt entlang der Ilz. Ihr Wasser ist weich und dunkel, was ihr den Beinamen schwarze Perle einbrachte. Das Dunkle liegt an der Keimbildung aufgrund der Belastung aus Resten von Kläranlagen und aus der Landwirtschaft.

Bei Schrottenbaummühle mit Camping fordert ein Waldabstecher, bergauf zu gehen bis auf 455m, wobei wir das Ilz-Geleit für rund 1,6km aufgeben. An der Ilz entlang kommen wir dann wieder ins Naturschutzgebiet und via Poststeg queren wir die Ilz und sind zurück.

Bildnachweis: Von Aconcagua [GFDL] via Wikimedia Commons

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