Rundtour zum Haslacher Weiher (Aulendorf)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑232m  ↓232m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Weithin sichtbares Wahrzeichen des Kneippkurortes in Oberschwaben ist Schloss Aulendorf, in dem Rathaus und Touristen-Info sind und digital Schlossgeschichten abgerufen werden können. Auf unserem heutigen Plan ist der Osten von Aulendorf, mit Steegersee (auch Steeger See geschrieben) und Haslacher Weiher.

Im 19. Jahrhundert blühte die einstige Residenzstadt Aulendorf als Eisenbahnerstadt auf. Aulendorf hatte mit den Verbindungen Ulm-Bodensee und Memmingen-Sigmaringen einen Bahnknotenpunkt. Wir starten am Bahnhof Aulendorf, passieren die Gleise und kommen mit der Waldseer Straße über die Schussen, wo sich die Runde öffnet und wir die Schritte zum Steegersee mit Strandbad lenken.

Der Steegersee mit dem Naturschwimmbad wirbt damit, den längsten Sandstrand Oberschwabens zu haben. Dazu kann man sich im weichen Moorwasser tummeln. Abgetaucht waren Archäologen und fanden am Seegrund Reste einer jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlung aus der Zeit um 3750 vor Christus.

Wir umrunden den Steegersee, der ist rechts, die Schussen links, und wandern ein Stück mit dem Gleis der Württembergischen Allgäubahn, das wir passieren. Es geht durch Wiesen, Feldflur und Wäldchen durch die Weiler Geblisberg und Haslach zum Haslacher Weiher.

Der 2,2ha große Haslacher Weiher ist ein Stillgewässer und wurde vermutlich im 15. Jahrhundert angelegt. Er wird durch den Fischer- und Naturschutzverein Aulendorf zum Angeln genutzt. Durch einen Graben erhält er Frischwasser und sein Ablauf findet reguliert in den Haslacher Bach statt. Am Ufer ist ein Wirtshaus, das vom genannten Verein betrieben wird.

Wir passieren die L275 und gehen aufwärts zur Wasserscheide Riß/Schussen auf rund 580m. Durch den Wald kommen wir nach Elchenreute hinab, das aus einem Hofgut mit Gastronomie besteht, nebst der kleinen Hubertuskapelle aus dem Jahr 1736. Im Hofgut Elchenreute kann man heiraten und das im Biergarten gleich zünftig begießen.

Wir queren die L275 und wandern auf dem Tannwaldweg. Der führt an den Schlupfenbach und an einem Weiher mit Inselchen vorbei. Ein Stück begleiten wir den Schlupfenbach, queren ihn, wandern durch den Wald, passieren das Bahngleis bei Tannhausen.

Tannhausen wird östlich und südlich umrundet, westlich streifen wir dessen Bebauung und treffen den Riedbach, der mit dem Steegersee verbunden ist, auf der anderen Bachseite ist das Örtchen Steegen. Über die Schussen gelangen wir zum Bahnhof Aulendorf und beschließen: Zeit für eine Erkundung von Schloss Aulendorf.

Bildnachweis: Von ANKAWÜ [CC BY-SA] via Wikimedia Commons