Rundtour zum Christlessee und durch den Hölltobel (Allgäu)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑483m  ↓483m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südöstlich von Oberstdorf legt sich diese Wanderung als Schleife zum Christlessee, zwischen die Grenzen des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen, durch das Trettachtal sowie über den interessanten Weg Hölltobel durch die Schlucht mit dem Dietersbach und den Wasserfällen. Die Schleife umschließt die Region Dietersberg.

Vom Parkplatz Renksteg südlich von Oberstdorf wandern wir los und folgen dem Burgstallsteig, der uns am Golfclub Oberstdorf vorbei und auf die Straße Rennblock führt. Dann wandern wir quasi auf der Grenze des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen zum blau und türkis schimmernden Gebirgssee, der sehr malerisch liegt.

Der Christlessee wird aus den südlich von ihm gelegenen Quellen gespeist sowie aus Karstquellen unter der Seeoberfläche. Dadurch hat das Wasser Trinkwasserqualität und durch den Zufluss friert der See nie zu. Durch das Gebirgswasser ist der Christlessee allerdings zum Baden nur etwas für recht Hartgesottene.

Was sich so mystisch und idyllisch in der Natur zeigt, lädt zur Legendenbildung. So rankt sich hier die Geschichte eines Männleins um den See, das dort unter anderem Goldschlamm fand und recht bescheiden mit einer Schaufel davon über das Jahr kam. In der Nähe lädt ein Café zur Einkehr.

Wir wandern ins Trettachtal, queren eine Straße und die Trettach und kommen an den Dietersbach. Rechts unseres Wegs ist Gottenried, umgeben von Wiesen. Wir sind auf den Wiesen des Dietersbergs und am Café Mumme-Stüble schlagen wir den Weg Hölltobel ein. Der macht einen Abstecher in das große Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Es geht bergauf und zwar recht abwechslungsreich, über Stock, Stein und Stufen, auch im Zickzackkurs und mit Aussichtskanzeln in die Klamm. Es gilt schon, aufzupassen wo man hintritt und immer wieder stehenzubleiben um die Umgebung zu genießen.

Der Hölltobel führt nach Gerstruben und zur Dietersbachalpe, östlich unserer Route. Man kann einen kleinen Abstecher dorthin unternehmen. Die Zeit in dem Bergbauerndorf scheint über den Ort hinweggefegt zu sein. Sehr schmuck gruppieren sich die handvoll Häuser, darunter ein Berggasthof und das Marienkapellchen, unterhalb der Berge des Dietersbacher Tales.

Durch den Wald geht es idyllisch weiter ins Trettachtal. Wir folgen der Trettach zum Weiler Gruben mit einem schönen Café. Jährlich im August findet in Gruben das Gruben Grooves Festival statt, mit Rock, Blues, Folk, Metal und Mundart – so abwechslungsreich wie das Allgäu.

Via Grubenweg wandern wir über ein Brückchen über den Oybach, der der Trettach zufließt. Bei der Gastronomie Jägerstand hat die Trettach ein Stauwehr für das nördlich gelegenen Wasserkraftwerk. Beim Moorbad macht unsere Wanderung eine Wende und wir kommen am Moorweiher vorbei mit einem Moorlehrpfad. Ein erneutes Postkartenmotiv zeigt sich uns hier, vor allen Dingen auch im Herbst, wenn die Farbenpracht der Blätter durch die Wasserfläche sozusagen verdoppelt wird. Bis zum Ausgangsort wandern wir die verbliebenen 2,6km der Runde durch Wiesen, Wald, sehen den Golfplatz und sind schon wieder zurück.

Bildnachweis: Von 1971markus [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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