Christlessee-Rundwanderung ab Oberstdorf


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑528m  ↓528m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es wird eine fantastische Runde mit recht viel Abwechslung: Wälder, Wiesen, Auenlandschaft, Bergpanorama, zauberhafter Christlessee, der spannende Hölltobel und ein Schwenk in die Vergangenheit im historischen Bergbauerndorf Gerstruben. Und schmucke Einkehrmöglichkeiten gibt es auch.

Wir parken auf dem Parkplatz an der Oybele-Festhalle und gehen an die Trettach, dort, wo sie angestaut ist, um das Wasserkraftwerk Faltenbach anzutreiben. Dann halten wir uns gen Süden, hinauf in Richtung Hofmannsruh. Die Runde führt uns am Moorbad vorbei und zum idyllisch gelegenen Moorweiher, wo man auch einen Moorlehrpfad mit 12 Infotafeln installiert hat, der über Flora Fauna und Geologie informiert. Auf der stillen Seeoberfläche spiegelt sich das Bergpanorama sowie, insbesondere im Herbst, die bunte Farbenpracht der Ufervegetation.

Wir sind am Dienersberg und wollen in den Beritt Dietersberg. Dazwischen liegt ein Wäldchen und linkerhand der Golfplatz Oberstdorf. Über den Rennblock wandern wir quasi auf der Grenze des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen zum herrlich frischen Gebirgssee am Südzipfel unserer Runde.

Der Christlessee wird aus den südlich von ihm gelegenen Quellen gespeist sowie aus unter ihm liegenden Karstquellen. Das schafft zum einen Trinkwasserqualität, zum anderen friert der See auch im Winter nicht zu und man könnte zu Silvester drin baden, doch das frische Gebirgswasser ließe einen auch im Sommer schlottern. 

Es wundert nicht, dass sich um den blau-türkis schimmernden Christlessee eine Legende rankt. Es lebte einst ein Männlein dort, suchte Gold und Kobalt, Goldschlamm fand es wohl und konnte davon ein Jahr lang leben, Kobalt behielt der See für sich, und wenn man ganz genau hinsieht … findet man in der Nähe ein Café, dass zur Einkehr einlädt.

Wir machen einen Schwenk über den Weiler Gottenried, wandern aufwärts auf dem Rautweg und über die Rautwiese, queren den Dietersbach, der auf dem Weg in die Trettach ist. Ziel ist Gerstruben. Ein erneut wahrlich idyllisches Fleckchen und sicherlich schon oft fotografiert. Wir machen zum Vergleich auch ein Schwarz-Weiß-Foto von dem Bergbauerndorf, dass wie ein Freilichtmuseum scheint und von dem schon im 14. Jahrhundert die Rede war. Sehr schmuck lehnen sich die bis zu 500 Jahre alten Häuser und das Marienkapellchen in den Schutz der Berge.

Nun geht es talwärts durch die Klamm Hölltobel. Auf Schritt und Tritt achtend, gibt es genügen Stillstehmomente, um in die tiefe Klamm zu schauen, das Wasser herabstürzen zu sehen und zu hören. Es ist fantastisch! Das Spektakel ist dem Dietersbach zu verdanken.

Unten im Tal auf den Wiesen des Dietersbergs angekommen bieten sich gleich zwei gastronomische Erlebnisse an. Entlang dem Sträßchen wandern wir durch das Trettachtal, in nördlicher Richtung und kommen zum Weiler Gruben, wo es auch ein hübsches Café gibt und im August das Gruben Grooves Festival stattfindet. Wir wandern weiter durch das schöne Trettachtal, sehen den 10km langen Zufluss Oybach und kommen über den Kühberg zurück.

Bildnachweis: Von Hilarmont [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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