Rundtour von Engen zum Hohenhewen (Hegau)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑443m  ↓443m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Engen, mit hübsch renovierter Altstadt, liegt im historischen Gebiet namens Hegau, im Süden von Baden-Württemberg und nordwestlich des Bodensees. Hegau bezeichnet eine frühere Region des Herzogtums Schwaben.

Das Naturschutzgebiet Hohenhewen (39ha) auf dem gleichnamigen Berg von rund 844m, dem Hausberg von Engen, schützt einen markanten Vulkanberg mit dessen erdgeschichtlicher Bedeutung und der besonderen Vielfalt. Auf dem Gipfel steht die Ruine der Burg Hohenhewen mit Aussicht.

Engen, an der Römerstraße Necker-Alb-Aare und am Fernwanderweg Schwarzwald-Querweg-Freiburg-Bodensee (ca. 180km), hat eine eigene Autobahnabfahrt (39) an der A81. In Engen beginnt auch der Hegau-Panorama-Weg, der über 175km bis nach Stockach führt. Unser Start ist der Bahnhof Engen.

Engen wurde erstmalig im 11. Jahrhundert erwähnt, die Kirche Mariä Himmelfahrt geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Die im Grunde spätromanische Basilika zeigt auch Gotik und Barock. Der nordwestliche Turm gehörte zur Stadtbefestigung. 

Wir wandern im Uhrzeigersinn und umrunden die Teiche im Stadtpark. Dann folgen wir der Straße Am Maxenbuck gen Süden. Dabei sehen wir in der südlichen Altstadt das Krenkinger Schloss und dessen Treppengiebel, die sich über die Baumkronen recken. Seit 2001 ist es Sitz des Forstamts.

Zwischen Bahngleis und Hepbach wandern wir bis zur Einmündung des Anselfinger Dorfbachs, queren die Gleise und kommen in den Stadtteil Anselfingen, den wir östlich und südlich streifen, vorbei an der Kirche St. Nikolaus nebst Friedhof. Durch kultivierte Landschaft mit Wiesen und Feldern gelangen wir im Wald auf den Oberen Hagenweg und kreisen sozusagen den Hohenhewen ein, mit Gipfelsturm aus Richtung Welschingen. 

Nach gesamt rund 5,5km heißt es aufi!, ab etwa 580m, in 1,5km bis auf 834m. Im 12. Jahrhundert entstand die Burg Hohenhewen. Eine Wand des Wohnturms wurde zur Aussichtsplattform und man schaut bei klarem Wetter bis in die Schweizer Alpen. Man blickt über den Hegau, Schwarzwald, die Baar, die Vogesen und den Bodensee.

Nach dem erhabenen Blick und einer Rast geht’s die nächsten rund 2km abwärts, teils durch Wald und mit Waldrand, auf den Almenweg und durch Kulturlandschaft nach Anselfingen, das wir jetzt westlich streifen. Sportplatz- und Goethestraße leiten nach Engen. Dort kommen wir an der Spitalkirche vorbei, die ein Überbleibsel des Kapuzinerklosters Engen ist, dessen Zeit zwischen 1620 und 1820 lag. Nach einem Brand wurde die Spitalkirche in den Grundmauern wiederaufgebaut.

Wir queren die Hegaustraße, Gleise und den Talbach. Das Museum Engen ist im einstigen von Benediktinern gegründeten Kloster St. Wolfgang und zeigt neben Stadtgeschichte auch zeitgenössisches. Auf dem weiteren Rückweg können wir einen Blick auf das 1480 gebaute Rathaus mit Treppengiebeln werfen und uns ein wenig in der Altstadt verbummeln.

Bildnachweis: Von Stefan Karl [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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