Rundtour von Bad Endorf zum Simssee


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑188m  ↓188m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Markt Bad Endorf führt in seiner Unterzeile: das Tor zum Chiemgau und lobt „die Kraft des Wassers“. Das Heilbad hat eine der stärksten Jod-Thermalsole-Quellen Europas, bietet die Chiemgau-Thermen, zahlreiche Bäche zu den Antworter Achen, weiteres Wasser liefert der Simssee, er ist der Rest des Rosenheimer Sees aus der Würmeiszeit. Dass es hier schön ist, wissen die Absolventen der Bundespolizeisportschule sicher zu schätzen.

Von Bahnhof Bad Endorf folgen wir der Gleise mit Abstand, die Rechterhand ihren Bogen schlägt. Wenn wir Simsseeweg lesen, sind wir richtig gespurt und alsbald von Wiesen umgeben. Der Kurfer Bach bildet bei Unterkurf einen Teich und fließt von dort aus in die 13km lange Antworter Achen. 

Die haben eine Menge Zulauf, starten westlich des Langbürgner Sees und füllen den Simssee. Wir streifen Bergham und sind durch die Feldflure und über die Antworter Achen, kurz vor deren Mündung in den See, mit viel Abwechslung unterwegs. Am Nordende des Simssees treffen wir auf Feuchtzonen sowie einen Teil des Thalkirchner Erlenwalds und queren die 13,5km langen Thalkirchner Achen, die auch den Simssee füllt.

Wir schlagen den Weg ans Nordufer ein, zum Achendelta mit Aussicht über den langgestreckten Simssee, dessen Südufer als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Der Simssee im Rosenheimer Becken hat eine Oberfläche von knapp 6,5km² und einem Umfang von 14km. Am Ostufer hat man Badegästen ein kleines Plätzchen eingeräumt.

Nicht abtauchen, sondern aufsteigen ist jetzt unser Motto. Es geht hinauf. Wir streifen den Burgstall Hirnsberg, ein Abstecher lohn sich kaum, da nur Wallreste erhalten sind. Es geht nach Thalkirchen und über die Thalkirchner Achen, die hier die spätgotische Kirche St. Andreas (15. Jahrhundert) umfließt.

Thalkirchen, Wiesen, Felder, Bäche begleiten nach Kurf aufwärts. Nahe einem Löschteich am Kurer Bach ist eine Mariengrotte. In Kurf stehen Bundwerkstadel vom 17.-19. Jahrhundert unter Denkmalschutz und man findet einige Ferienunterkünfte. Wir biegen rechts ein, kommen am Heilquellenschutzgebiet vorbei zur Antoniuskapelle in Bad Endorf

Im Kurpark von Bad Endorf wird die Orangerie als beliebter Veranstaltungsort genutzt. Die Chiemgau-Thermen sind links unseres Wegs, davor ist die Bundespolizeisportschule Bad Endorf rechts. Sie ist das Leistungszentrum der Bundespolizei für die Wintersportarten. Die „Azubis“ genießen Training und eine Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten. Bis zu 85 talentierte Wintersportler können seit 1978 dort gefördert werden. Na, und wenn mal einer ausrutschen sollte, gleich in der Nachbarschaft ist die Simsseeklinik entsprechend aufgestellt.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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