Rundtour Hurlacher Heide und Lechtal bei Hurlach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑110m  ↓110m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Als „Juwel nördlich von Kaufering“, wird die Hurlacher Heide bei der Lechstaustufe 18 beschrieben. Die außergewöhnliche Vielfalt von Flora und Fauna wird gelobt. Darunter seien 16 verschiedene Orchideen, seltene Heuschrecken und Tagfalter. Die Hurlacher Heide ist ein wesentlicher Teil der „Florenbrücke Lechtal“ zwischen Alpen und Jura. Einst waren Schafe Landschaftspfleger, heute sind es Menschen die das Verbuschen der Heidelandschaft per Herbstmahd verhindern.

Wir wandern durch den auwaldartigen Uferbereich westlich des Lechs, zwischen Augsburg und Landsberg am Lech. Infotafeln bringen uns die Hurlacher Heide näher. Die Wanderroute startet vom Parkplatz zwischen der Lechstaustufe 18 und der Kläranlage Kaufering. Wir wandern gen Süden, die Staustufe links von uns.

Die Lechstaustufe 18 (Stausee Kaufering) ist bei Flusskilometer 76,9. Das angeschlossene Kraftwerk ist seit 1975 in Betrieb. 2015 wurde eine Fischtreppe gebaut. Der sich an der Staustufe südlich anschließende Stausee ist ca. 2,4km lang und 0,6km breit. 

Wir wenden kurz vor Kaufering und wandern durch die offene Landschaft zum Klärwerk zurück. Dort halten wir uns links und gehen in Richtung Kolonie Hurlach. Links von uns ist die LL20. Wir erleben Wald und Wiesen. Nördlich der Rundenführung bei der Kolonie Hurlach war das KZ-Kommando Kaufering IV als eines von über 100 Nebenlagern des KZ Dachau. Es gehörte zu den KZ-Außenlagern um Landsberg und Kaufering, in denen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs die Gefangenen zur Rüstungsproduktion gezwungen wurden. Nahe dem Kern der Hurlacher Heide ist ein KZ-Friedhof, zu dem wir später noch einen Abstecher machen können.

Unsere Wanderung führt uns an den Lech, nördlich schließt die Staustufe 19 an, wir gehen gen Süden durch den auwaldartigen Uferbereich zur Hurlacher Heide, mit ihrer ganz besonderen Stimmung, die uns erfasst. Wir achten auf den Wegweiser zum etwas versteckt liegenden KZ-Friedhof mit den Gedenksteinen und erfahren, dass dort 360 Opfern gedacht wird. Kurz drauf sind wir durch die Heidelandschaft am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Andreas Kunze [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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